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nächsten Text: Alles andere soll zweitrangig werden. vorherigen Text: Bist du sicher, daß DEIN Name im Himmel angeschrieben ist? Archiv Datum: Freitag, 05.05.2000 Bibelstelle: Mt. 6,33, Kol. 3,2.3 Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut.Hentschel@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa - Arbeitsgruppe Osteuropa (http://www.msoe.org) Thema: Kein Ratschlag, sondern ein Befehl! Matthäus-Evangelium, Kapitel 6 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. (33) Kolosser-Brief, Kapitel 3 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. (2) Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. (3) Viele gute Menschen werden am Himmel vorbeigehen. Auch viele Menschen, die sich als Christen betrachten, werden nicht in den Himmel kommen, obwohl sie keine "schlimmen" Sünden begangen haben. Die Christen von denen ich spreche - nehmen keine Drogen - betrinken sich nie - lassen sich nicht auf Pornografie ein - brechen niemals die Ehe - sind keine Betrüger oder gewissenlose Menschen Ja, man findet viele von ihnen sogar sonntags im Gottesdienst! Sie verbringen den größten Teil ihrer Freizeit im Kreise ihrer Familie und Freunde. Sie sind familienorientierte Menschen mit guten Wertvorstellungen. Doch manche, die sich Christen nennen, werden NICHT in den Himmel kommen aufgrund ihrer schlechten Taten, sondern weil sie immerfort damit beschäftigt waren, Gutes zu tun! Diese Christen sind mit allem Möglichen beschäftigt, daß sie keine Zeit mehr für ein geistliches Leben haben. Sie schuften und schwitzen, um ihr Geschäft aufzubauen, Karriere zu machen und ihre Familie zu fördern... ... aber ihre Prioritäten sind völlig falsch. Priorität in unserem Leben soll Matthäus 6,33 sein: "Trachtet ZUERST nach dem Reich Gottes!" Dieser Satz stammt nicht von einem guten Prediger oder von Albert Schweitzer, sondern vom höchsten Wesen des Universums, nämlich von Jesus Christus selbst! Dieser Vers ist kein Ratschlag. Dieser Vers ist ein Befehl! Jesus verspricht mir: Wenn ich Gott an die erste Stelle in meinem Leben setze, wird ER sich um viele Dinge kümmern, die mir jetzt zu schaffen machen. Der Apostel Paulus fügt noch zwei Sätze im Kolosserbrief hinzu (siehe oben). Auch das ist kein Rat. Das ist ebenfalls ein Befehl! Das griechische Wort für "suchen" bedeutet hier eigentlich: "Voll konzentrieren". Gott will, dass Sein Wille unser ganzes Denken und Handeln prägen. Was verlangt Gott von uns? Sollen wir unsere Häuser, Grundstücke und Autos verkaufen? Sollen wir unsere Berufe aufgeben und Mönche oder Wanderprediger werden? Sollen wir unsere Frauen und Kinder verlassen, um in die Mission zu gehen? Nein! Gott fordert nur ganz wenige, auserwählte Menschen zu solch einem Schritt auf. Aber ER will, daß wir IHN zum Mittelpunkt unseres Lebens machen, um den sich alles bewegt. Wir sollen SEINEN Interessen, SEINER Kirche, SEINEN Werken Priorität einräumen. Was ist die schlimmste Entwürdigung Gottes? Die schlimmste Entwürdigung ist, wenn wir IHN an die 2. Stelle setzen. Wenn wir das tun, ist es so, als wenn wir Jesus ins Gesicht schlagen. Dann sind wir nicht besser als die Soldaten, die im Hof den HERRN schlugen. Welche Prioritäten bestimmen unsere Zeiteinteilung? Natürlich können unsere Berufe verhindern, regelmäßig Gottesdienste zu besuchen. Krankenschwestern, Polizisten, Soldaten haben oft keine andere Wahl. Aber die Christen, die eine Entscheidung zwischen Beruf und Gottesdienst treffen können, haben keine Entschuldigung. Was hat Vorrang in unserem Leben? Wer oder was muss warten? Meine Hausaufgaben, mein Geschäft, mein Gespräch oder der HERR? Jesus hat gesagt, was auf Erden passiert, wenn ER wiederkommt. - Kommt ER wieder, wenn die Verbrechensrate sehr hoch sein wird? - Hat ER nicht gesagt! - Kommt ER wieder, wenn viel Unmoral auf Erden sein wird? - Hat ER nicht gesagt! - Kommt ER wieder, wenn viel Drogensucht auf Erden sein wird? - Hat ER nicht gesagt! - Kommt ER wieder, wenn über die Maßen viele Abtreibungen sein werden? - Hat ER nicht gesagt! ER sagt: Genau wie damals werden die Menschen kaufen, verkaufen, essen, heiraten, viele gute Dinge tun. Sie werden so beschäftigt sein, daß sie sogar ihre Seele vernachlässigen! Wie oft haben wir nur Lust auf einen 60-Minuten-Gottesdienst mit einem Predigtanteil von 20 Minuten. Der Glaube kommt aus der Predigt, sagt das Wort Gottes. Soll eine 20-Minuten-Predigt pro Woche uns wirklich im Glauben herausfordern können? Gott will, dass wir uns mit Seinem Wort beschäftigen, damit wir aus der Fülle Seines heiligen Geistes leben können. So viel Schmutz und Schund strömt jeden Tag auf uns ein. Wir können uns nur davor schützen, wenn wir die Waffenrüstung Gottes (Epheser 6,10) anziehen. "Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren dieser Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel." (Epheser 6,12). Wenn wir in allem zu allererst nach Gottes Willen trachten, wird uns der Widersacher nichts mehr anhaben können.
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