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nächsten Text: Die Antwort auf die Frage: Warum läßt Gott das zu? vorherigen Text: Genau so wollte ich meine Zeit genutzt haben Archiv Datum: Montag, 08.05.2000 Bibelstelle: Sprüche 16,3 Autor: Jarek Gaudek (info@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org) Thema: Lebensgeschichten Sprüche 16,3 Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen Als ich noch ein kleiner Junge war, wollte ich immer einen Freund haben. Jemanden, mit dem ich über alles sprechen konnte. Aber in meiner Umgebung gab es nur Kinder, die sagten: "Na, gut, ich werde dein Freund sein, aber nur wenn du dies oder das für mich tust." Wenn ich jemanden ein paar Briefmarken schenkte, war er mein Freund, aber nur ein oder zwei Tage. Dann wollte er etwas anderes von mir haben. Später merkte ich, daß ich gar keinen echten Freund hatte. Meine Großmutter war eine gläubige Frau. Sie ging jeden Sonntag in die Kirche. Sie erzählte mir von Jesus Christus, aber ich konnte es nicht begreifen. Wenn ich bei ihr zu Besuch war, ging ich mit ihr in den Gottesdienst - weil ich dafür Bonbons bekam. Meine Eltern waren dagegen; sie wollten nicht, daß Oma mit mir in die Kirche ging. Es gab viel Streit und Ärger bei uns zu Hause. In dieser Zeit begann ich, mich in meine eigene Welt zu vertiefen. Ich las viel: Auf der Straße, in der Schule und unter der Bettdecke mit meiner Taschenlampe. Lesen wurde wie eine Droge für mich. Lesen prägte mein ganzes Leben. Ich ging gar nicht mehr aus und las nur noch. Oma bemerkte meine Leselust und gab mir eine Bibel. Ich begann zu lesen, aber die Bibel war zu kompliziert für mich; ich legte sie wieder beiseite. Ich absolvierte die Oberschule. Dort versuchte ich, mit meinen Fäusten eine gute Position zu erlangen. In der Schule gab es eine bestimmte Hierarchie. Wer gut boxen konnte, war oben, wer nicht, hatte Probleme. In dieser Zeit begann Gottes Wort in meinem Herzen zu wirken. Ich machte mir Gedanken über mein Leben. Ich verstand, daß Jesus mein guter Freund sein wollte. Ich verstand, daß Er ein solcher Freund für mich werden konnte, wie ich ihn immer gesucht hatte. Aber es war noch zu kompliziert für mich, Ihn zu verstehen, weil ich Ihn nicht sehen oder hören konnte. Ich wußte, daß Er mich verstehen und hören konnte, aber ich brauchte doch jemanden, mit dem ich sprechen konnte. Eine Situation gab es in meinem Leben, die mir half, zu verstehen, daß Jesus in jeder Situation helfen kann. Daß er wirklich der Freund ist, den ich suchte. Danach begann ich, an Ihn zu glauben und ließ Ihn ein in mein Leben. Große Freude erfüllte mein Herz. Am Tage nach meiner Bekehrung kam ein neuer Schüler in meine Klasse. Er wollte gleich die beste Position erobern. Meine Mitschüler wollten, daß ich mit ihm kämpfe. Aber ich sagte nein. Daraufhin schlug der Neue auf mich ein. Ich hielt ihm die andere Wange hin. Wenn ich später in solchen Situationen war, tat ich stets das gleiche. Das war die härteste Zeit in meinem Leben. Jeder wollte ausprobieren, wie weit er mich reizen konnte. Nach der Oberschule kam ich auf eine Fachschule. Man hatte mir immer nachgesagt, daß ich die Fachschule niemals schaffen würde. Aber Gott hatte seinen eigenen Plan mit mir. Sprüche 16,3 wurde zu meinem Lieblingsvers. Ichhabe meinen ganzen Lebensweg dem HERRN anvertraut. ER half mir auch,auf die Bibelschule zu gehen. ER gab mir eine Frau und ich bin glücklich, jetzt in Seinem vollzeitlichen Dienst stehen zu dürfen. Der Autor ist Mitarbeiter der Mission für Süd-Ost-Europa in Polen
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