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nächsten Text: Ein Kind Gottes kennt den Sinn des Lebens vorherigen Text: Lebensgeschichten Archiv Datum: Dienstag, 09.05.2000 Bibelstelle: Hosea 5,14.15; 6,1.3 Autor: Harvey Ritz (Harvey.Ritz@msoe.org) Organisation: Geschäftsführender Verein St. Michael (http://www.st-michael.net) Thema: Die Antwort auf die Frage: Warum läßt Gott das zu? Hosea 5,14 Denn ich bin für Ephraim wie ein Löwe und für das Haus Juda wie ein junger Löwe. Ich, ich zerreiße sie und gehe davon; ich schleppe sie weg, und niemand kann sie retten. 5,15 Ich will wieder an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen übel ergeht, so werden sie mich suchen: 6,1 Kommt, wir wollen wieder zum HERRN; denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen, er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden. 6,3 Laßt uns darauf achthaben und danach trachten, den HERRN zu erkennen; denn er wird hervorbrechen wie die schöne Morgenröte und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Spätregen, der das Land feuchtet.» Eine der am häufigsten gestellten Fragen über Bibel und Christsein ist: "Warum läßt Gott das zu?" Es gibt so viele Ungerechtigkeiten auf der Erde. Man kann diese Frage auf verschiedene Art und Weise beantworten. Zum Beispiel: Gott zwingt keinen Menschen, das Rechte zu tun. Weil Menschen sich für das Böse entscheiden, müssen viele andere darunter leiden. Kann Gott wirklich eingreifen? Doch, ER kann! Aber Er packt niemanden am Kragen. Gott ist Liebe. ER ist barmherzig. ER gibt Menschen die Möglichkeit, Gutes zu tun. In unserem Text heißt es: "Ich zerreiße sie und gehe davon." Gott läßt so manches auf die Menschen kommen, damit sie den HERRN suchen und Buße tun.. Gott hat das Beste der Menschen im Sinn. Wenn der Mensch Gott sucht, wird Gott sich finden lassen. In der Jahreslosung heißt es: "Ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet." Suchen wir IHN von ganzem Herzen? Möchten wir, daß ER unsere Schuld vergibt, damit wir ewiges Leben bei Gott haben können? Diese vier Verse aus dem Buch Hosea kann man eigentlich als eine Zusammenfassung des Buches der Richter bezeichnen. Die Richter lebten in einem Zeitraum von 300 Jahren, zwischen dem Tod Josuas und dem König Saul. In dieser Zeit gab es keine starke, zentrale Regierung. Die zwölf Stämme Israel waren eine mehr lockere Verbindung. Gott war die einzige verbindende Kraft in Israel, der aber von den Israeliten nur selten ernst genommen wurde. Gott selbst wollte der Herrscher des Volkes sein, aber viele trieben lieber Götzendienst, beteten Baal an oder führten Bruderkriege untereinander. Dreizehn verschiedene Richter versuchten in dieser Zeit, unter Gott zu herrschen. Doch viele Grausamkeiten beherrschten diese Zeit. Israel tat, was dem HERRN mißfiel. Sie verbündeten sich mit gottlosen Nationen. Daraufhin ließ Gott zu, daß die Feinde Israel bedrängten. Oft kamen die Israeliten unter die Vorherrschaft anderer Völker. Und genauso oft schrien sie zum HERRN: "Hilf uns! Wir haben gesündigt! Es tut uns leid!" - Dann sandte Gott einen Richter, der das Volk aus seiner Bedrängnis befreite. Eine Zeit des Sieges und des Friedens folgte. Immer wieder trat das gleiche Schema auf: Abfall - Strafe - Buße - Wiederherstellung durch Gott - Frieden - Wohlstand - Abfall ... Dies sagte auch Hosea: Wenn schwere Zeiten und Bedrängnisse kommen, dann schreien die Leute zu Gott um Vergebung und Hilfe. Gott wird einen Retter senden und das Volk befreien! Warum läßt Gott Kriege, Naturkatastrophen und Seuchen zu? - Ist es nicht besser, wenn 10.000 Menschen durch ein Erdbeben umkommen und dadurch 10 Menschen zum Nachdenken und zum Glauben kommen, als wenn alle 10.010 Menschen verloren gehen? - Gott läßt manches zu, damit Menschen IHN suchen, IHN finden und IHM dienen. Der Autor ist Pastor der Christlichen Gemeinschaft "St. Michael" in Neuenhagen bei Berlin.
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