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Archiv



Datum: Montag, 22.05.2000
Bibelstelle: Matthäus 5,9; Epheser 4,1-3
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Im Schutzbereich des Friedens Gottes III



Matthäus-Evangelium, Kapitel 5


Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (9)




Epheser-Brief, Kapitel 4


So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene in dem Herrn, daß ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, (1)


in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe (2)


und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. (3)




"Lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden und zur Erbauung untereinander dient." Der Friede Gottes im Herzen verändert auch unser Verhalten zu unseren Nächsten. Wer dagegen in Unfrieden mit Gott, mit sich selbst und seinem Gewissen lebt, verbreitet vielfach Unfrieden und Aggression in seiner Umgebung. Doch im Grunde haben wir alle Sehnsucht nach Frieden. "Wenn sich doch der andere ändern würde!" wünschen wir uns manchmal. Vielleicht sollten wir aber beten: Herr, verändere mich. Jesus will zuerst aus uns Menschen des Friedens machen. Wenn sein Frieden uns erfüllt, können wir leichter hinhören auf das, was der Arbeitskollege, die eigene Frau oder der eigene Mann, die Kinder sagen. Vielleicht erkennen wir dann, worunter sie leiden, wo sie überfordert sind. Wir haben es dann auch nicht nötig, uns zu verteidigen oder immer Recht zu behalten. Oder wir können bei einem Streit dem andern das letzte Wort lassen oder wieder das erste Wort finden und ihm die Hand zum Frieden entgegenstrecken. (Lies Röm.12,18; 14,19; 1.Thess.5,12.13; 2.Tim.2,22; Hebr.12,14.) Wie nach jahrelangem Streit Frieden wurde, berichtete jemand: "Wir haben auf einem Grundstück zwei Häuser gebaut. In dem einen wohnt mein Schwager mit seiner Familie, im andern ich mit meiner Familie. Seit fast sechs Jahren gehen wir aneinander vorbei, als wären die anderen Luft. Es gab viel Streit, manchmal kam es fast zu Tätlichkeiten. Rechtsanwälte wurden bemüht. Im Schriftverkehr ging es per 'Sie'. Da wurde mir in meiner Stillen Zeit über dem Wort Gottes klar: Du musst heute zu deinem Schwager gehen, dich entschuldigen und ihn um Verzeihung bitten. Es fiel mir nicht leicht. Obwohl ich der Ältere bin, ging ich zu ihm und entschuldigte mich. Er war so erschüttert, dass auch er mich um Verzeihung bat für alles, was er uns angetan hatte. Wir reichten einander die Hand, holten unsere Frauen und versprachen, es nie wieder dahin kommen zu lassen."




 

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