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Datum: Donnerstag, 25.05.2000
Bibelstelle: Apostelgeschichte 16,16-22; Psalm 65,2.3
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Ein Angriff aus dem Hinterhalt



Apostelgeschichte, Kapitel 16


Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, da begegnete uns eine Magd, die hatte einen Wahrsagegeist und brachte ihren Herren viel Gewinn ein mit ihrem Wahrsagen. (16)


Die folgte Paulus und uns überall hin und schrie: Diese Menschen sind Knechte des allerhöchsten


Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen. (17)


Das tat sie viele Tage lang. Paulus war darüber so aufgebracht, daß er sich umwandte und zu dem Geist sprach: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfährst. Und er fuhr aus zu derselben Stunde. (18)


Als aber ihre Herren sahen, daß damit ihre Hoffnung auf Gewinn ausgefahren war, ergriffen sie Paulus und Silas, schleppten sie auf den Markt vor die Oberen (19)


und führten sie den Stadtrichtern vor und sprachen: Diese Menschen bringen unsre Stadt in Aufruhr; sie sind Juden (20)


und verkünden Ordnungen, die wir weder annehmen noch einhalten dürfen, weil wir Römer sind. (21)


Und das Volk wandte sich gegen sie; und die Stadtrichter ließen ihnen die Kleider herunterreißen und befahlen, sie mit Stöcken zu schlagen. (22)




Psalm 65


Gott, man lobt dich in der Stille zu Zion, und dir hält man Gelübde. (2)


Du erhörst Gebet; darum kommt alles Fleisch zu dir. (3)




Zur "Zeit des Gebets" trafen Paulus und seine Mitarbeiter die Frauen am Fluss (V.13). In unserem Abschnitt lesen wir, dass sie "zum Gebet gingen". Regelmäßige Gebetszeiten waren die Hintergrundarbeit, dass das Evangelium in Philippi Eingang fand. Fürbitte war die Aufgabe der Glaubenden damals und ist unsere Aufgabe heute. Paulus wusste um die Kraft und Macht des Gebets. Darum rief er in seinen Briefen dazu auf. "Haltet an am Gebet!" "Betet auch für mich!" "Betet, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftut und wir das Geheimnis Christi sagen können, um dessentwillen ich in Fesseln bin" (Kol.4,2.3; Röm.15,30-33; lies 2.Kor.1,11; 2.Thess.3,1.2). Wenn der Apostel die Mitarbeit im Gebet so dringend erbat, wie viel mehr braucht die weltweite Gemeinde Jesu heute Beter! Vielleicht denkt jemand bekümmert: Ich kann nicht mehr viel tun für den Herrn. Das mag im Blick auf die körperlichen Kräfte zutreffen, nicht aber auf das Gebet. Indem wir die Hände falten für einzelne Menschen, für die örtliche Gemeinde und für die Christen in aller Welt, bauen wir mit am Reich Gottes. "Das Gebet der Gerechten hat große Kraft und Wirkung" (Jak.5,16; lies Matth.18,19.20; Luk.18,1). Nichts jedoch ist so angefochten wie unsere Gebetszeit, denn Kinder Gottes leben im Kampfgebiet. Wo wir um Menschen ringen, dass sie aus dem Reich der Finsternis befreit werden, macht sich Satan, der Feind Gottes und der Menschen, bemerkbar. "Gebet ist der von Gott bestimmte Kanal, durch den er seinen Segen zu andern fließen lässt. Manche Missionare in fremden Kulturen, manche Freunde in schwierigen Aufgaben werden durch unsere Gebete mehr gestärkt oder durch deren Nichtvorhandensein mehr geschwächt, als wir je erfahren werden. Einige meiner Freunde haben die Macht des Gebets erlebt, als sie durch verschiedene Krisen gingen... Durch das Gebet erfahren wir die rettende Kraft des allmächtigen Gottes" (M.Green). (Lies Eph.3,14-19; 6,18-20.)




 

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