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Datum: Freitag, 26.05.2000
Bibelstelle: Apostelgeschichte 16,16-22; Epheser 6,10.11
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: "Glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind" I



Apostelgeschichte, Kapitel 16


Es geschah aber, als wir zum Gebet gingen, da begegnete uns eine Magd, die hatte einen Wahrsagegeist und brachte ihren Herren viel Gewinn ein mit ihrem Wahrsagen. (16)


Die folgte Paulus und uns überall hin und schrie: Diese Menschen sind Knechte des allerhöchsten


Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen. (17)


Das tat sie viele Tage lang. Paulus war darüber so aufgebracht, daß er sich umwandte und zu dem Geist sprach: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, daß du von ihr ausfährst. Und er fuhr aus zu derselben Stunde. (18)


Als aber ihre Herren sahen, daß damit ihre Hoffnung auf Gewinn ausgefahren war, ergriffen sie Paulus und Silas, schleppten sie auf den Markt vor die Oberen (19)


und führten sie den Stadtrichtern vor und sprachen: Diese Menschen bringen unsre Stadt in Aufruhr; sie sind Juden (20)


und verkünden Ordnungen, die wir weder annehmen noch einhalten dürfen, weil wir Römer sind. (21)


Und das Volk wandte sich gegen sie; und die Stadtrichter ließen ihnen die Kleider herunterreißen und befahlen, sie mit Stöcken zu schlagen. (22)




Epheser-Brief, Kapitel 6


Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. (10)


Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. (11)




Die Boten Gottes stießen in Philippi mit den finsteren Mächten des Heidentums zusammen. Eine Sklavin hatte einen Wahrsagegeist. Lukas schreibt von ihr: "Sie folgte Paulus und uns überall hin." Welche Anziehungskraft hatten die Männer für diese belastete Frau? Man hört geradezu ihr erregtes Schreien: "Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes, die euch den Weg der Rettung verkündigen." Es war nicht falsch, was die Frau aussagte, sie sagte die reine Wahrheit. Konnten ihre Worte nicht eine wirksame Unterstützung für die Sache des Evangeliums werden? Hätte Paulus darüber nicht glücklich sein können, dass selbst eine Wahrsagerin für sie sprach? Aber der Apostel durchschaute, wer hinter der Frau stand. Es war nicht der Heilige Geist, sondern ein böser Geist, der aus ihr sprach. "Paulus wurde unwillig darüber" - "er duldet keine Reklame des Teufels für die Sache Jesu. Auch wenn sich Finsternismächte 'religiös' oder sogar 'christlich' tarnen, bleiben sie verderbliche Mächte des Feindes" (W. de Boor). (Lies Mark.1,23-26; Matth.24,23-25; 2.Kor.11,13.14.) Der Teufel versuchte mit diesem Schachzug den Unterschied zwischen Licht und Finsternis zu verwischen. Er wollte die Leute durch die Täuschung verführen: Der Geist, der aus Paulus und seinen Mitarbeitern spricht, ist doch der gleiche Geist, der auch aus der Sklavin spricht. Satan kann sich sehr fromm zeigen, so dass man nicht immer sofort merkt, was für ein Geist es ist, der redet. Wir leben in einer Zeit der totalen Verwirrung und Vermischung, darum müssen wir wachsam sein, denn nicht jeder Geist kommt auch wirklich von Gott. "Ihr Lieben, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind" (1.Joh.4,1; lies Kol.2,4.8.18.19). Gottes Wort gibt Licht und ist der beste Schutz gegenüber einem verkehrten Geist, deshalb müssen wir unsere Bibel kennen.




 

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