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Datum: Freitag, 01.09.2000
Bibelstelle: Philipper 1,1; 2,12-18; Galater 2,20
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Welchen Platz nimmt Jesus in meinem Leben ein?



Philipperbrief


1,1 Paulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu, an alle Heiligen in Christus Jesus in Philippi samt den Bischöfen und Diakonen:


2,12 Also, meine Lieben, - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit, - schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.


2,13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.


2,14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel,


2,15 damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem


verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt,


2,16 dadurch daß ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm an dem Tage Christi, so daß ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe.


2,17 Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.


2,18 Darüber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.




Galaterbrief


2,20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.




"Paulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu" - wo hielten sie sich auf, als sie den Brief schrieben? Mit letzter Sicherheit lässt sich das nicht sagen; nur so viel geht aus dem Brief selbst hervor, dass sich Paulus in Haft befindet. Auf Grund einer gehässigen Verleumdung hatte ihm die Staatsgewalt den Prozess gemacht. Wurde der Brief aus Rom geschrieben, wofür vieles spricht, so handelte es sich um einen verschleppten Prozess, der sich über Jahre hingezogen hatte. Was seinen Ausgang betraf, war das Schlimmste zu befürchten: das Todesurteil, die Hinrichtung. Keine beneidenswerte Lage, ganz im Gegenteil! Und doch bezeugt schon der Gruß: Hier greift ein Mann zur Feder, der die Welt mitsamt dem Tod unter den Füßen hat. Jesus Christus, der Welt- und Todesüberwinder, ist sein Retter, Gebieter und Richter" (H. Lamparter). Diesem Herrn wollte Paulus ausschließlich sein Leben zur Verfügung stellen: "Was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwenglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm erfunden werde" (Phil.3,7.8; lies Matth.13,44-46). Auch wir wollen uns der Frage stellen: Welchen Platz nimmt Jesus in meinem Leben ein? Leider kann man selbst als wiedergeborener Christ seinen Alltag nach eigenem Ermessen gestalten und nicht nach Gottes Willen und Weisung fragen. Das wurde Petrus zum Verhängnis, als er im Hof des Hohenpriesters Jesus verleugnete. Wie schwer wurde ihm diese Stunde! Bitterlich weinend über sein Versagen lief er hinaus (Matth.26,69-75). Doch Jesus ließ seinen Jünger nicht fallen. Mit der Frage: "Hast du mich lieb, Petrus?", öffnete er ihm die Tür zum Neuanfang. (Lies Joh.21,15-17; Jes.54,8.)




 

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