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Datum: Freitag, 15.09.2000
Bibelstelle: Johannes 15,1.2; Sprüche 6,23
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Die Tätigkeit des Weingärtners ist entscheidend



Johannes-Evangelium


15,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner.


15,2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe.




Sprüche Salomos


6,23 Denn das Gebot ist eine Leuchte und die Weisung ein Licht, und die Vermahnung ist der Weg des Lebens.




"Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner." Mancher Christ müht sich ab, um für Gott Frucht zu bringen. Obwohl er alle Kraft aufbietet, will es nicht gelingen. Woran liegt das? Mehr als die meisten anderen Pflanzen braucht ein Weinstock die Pflege des Weingärtners. Jesus sagt: "Mein Vater ist der Weingärtner. Jeden Sproß an mir, der keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jeden fruchtbaren aber reinigt er, damit er mehr Frucht bringt." Der Vater als Weingärtner reinigt die Reben. Er tut nichts, was nicht seinem Vater-Sein entspricht. Welche Reben reinigt er? Wir würden denken: jede unfruchbare Rebe. Aber das Gegenteil ist der Fall: Er reinigt jede fruchtbare Rebe! Weil es ihm um mehr und gute Frucht geht, schneidet er an guten Reben alles Überflüssige weg. Sie bringen sonst viel Laubwerk hervor, aber man findet keine oder nur wenig Frucht. Weinstock um Weinstock sieht sich der Weingärtner genau an, um zu wissen, was er beschneiden muss und was bleiben kann. (Lies Hebr.12,5-11.) Hans Brandenburg wies einmal darauf hin, wie Beschneiden praktisch aussehen kann. "Beschneiden - das ist das, was wir nicht wollen. Jesus aber hat gesagt: 'Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst', das heißt im übertragenen Sinn, der lasse seinen eigenen Willen beschneiden, denn bei Jesus-Jüngern geht es um den heiligen Willen Gottes, um den wir im Vaterunser bitten. Jesus hat uns das vorgelebt. Noch in Gethsemane sagte er: 'Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.' Es ist riskant, zu Gott zu sagen: Mach mit mir, was du willst, beschneide, wo es nötig ist. Wenn es ernst wird, fängt bei uns oft das Klagen an. Gehören wir zu den Leuten, die mehr seufzen als danken, mehr jammern als loben? Wir halten die Hand unseres Gottes auf, wenn wir mit unserem Geschick hadern, schieben damit das Winzermesser beiseite und sagen: Ich will das Beschneiden nicht." (Vgl.Jes.45,9-11; Luk.17,33; 5.Mose 32,3.4.)




 

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