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nächsten Text: Manches Reinigen durch Leiden könnte uns wohl erspart bleiben vorherigen Text: Die Tätigkeit des Weingärtners ist entscheidend Archiv Datum: Samstag, 16.09.2000 Bibelstelle: Johannes 15,1.2; 1.Korinther 10,13 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Vater im Himmel macht keine Fehler Johannes-Evangelium 15,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. 15,2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. 1. Korintherbrief 10,13 Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen läßt über eure Kraft, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende nimmt, daß ihr's ertragen könnt. "Mein Vater ist der Weingärtner." Gott nimmt nicht, um arm zu machen, sondern um Raum zu schaffen, daß er überschwenglich mehr Frucht geben kann. Das wird im Leben Friedrich von Bodelschwinghs (1831-1910) deutlich. 1869 verlor er innerhalb von vierzehn Tagen seine vier Kinder durch eine Keuchhustenepidemie. Auf das Grab des ersten Kindes schrieb er: "Der Herr ist mein Hirte." Auf das Grab der kleinen Elisabeth: "Mir wird nichts mangeln." Auf das Grab des dritten Kindes: "Er weidet mich auf grüner Aue", und beim vierten: "Er führt mich zum frischen Wasser." Unter Tränen drückte er auf diese Weise sein Vertrauen auf den Vater und sein Handeln aus. (Lies Hiob 1,20.21; Spr.3,11.12; Jer.29,11; Jes.43,2; Jak.1,2-4.) Später berichtete er, dass eines Tages gleichsam wie bei einem Vorhang vor seinem Inneren alles zerriss, sodass was bisher dunkel und unklar war, hell und bestimmt wurde. "Es gibt nichts Zufälliges auf der Welt, das menschliche Dasein wird von Gott gelenkt, nichts geschieht sinnwidrig - folglich konnte auch der Tod der Kinder nicht sinnwidrig sein. Gott war kein Bär, der nur zuschlug und verwüstete..." Bodelschwingh wartete. Auf was, das wusste er nicht. Vielleicht auf eine große Aufgabe, aber das war ihm nicht klar... Und dann wurde sie an ihn herangetragen. Zwei Herren aus Bielefeld baten ihn, die Leitung des Diakonissenhauses in Bethel und eines kleinen Hauses für epileptische Kinder zu übernehmen. Dort wurde er in den nächsten vierzig Jahren zum Vater für viele Hunderte kranker Kinder und Notleidender. Gott reinigte die Rebe, um viel Frucht für die Ewigkeit zu bringen. (Lies Joh.12,24-26; Ps.84,6-8.) Wir brauchen keine Angst zu haben. Der Vater macht keinen Fehler. Aber weil er uns liebt und fruchtbar machen will, kann er uns auch wehtun. (Lies Jes.27,2.3.)
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