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nächsten Text: Den Willen Gottes tun vorherigen Text: Die Geduld nicht verlieren I Archiv Datum: Freitag, 05.01.2001 Bibelstelle: Hebräer 10,36; Hiob 23,11 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Die Geduld nicht verlieren II Hebräerbrief 10,36 Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt. Hiob 23,11 Denn ich hielt meinen Fuß auf seiner Bahn und bewahrte seinen Weg und wich nicht ab. "Geduld habt ihr nötig." Diesen Rat brauchen wir heute mehr als die ersten Christen. So scheint es uns wenigstens. Wenn uns eine Arbeit zu mühsam oder langweilig wird, dann streben wir nach einem anderen Platz oder wechseln gar den Beruf. Wer in einer Ehe nicht mehr die Erfüllung seiner Wünsche zu finden meint, sieht sich nach einem anderen Partner um. Wem die Schwierigkeiten im menschlichen Miteinander lästig werden, der beantragt eine Versetzung. Wir alle sind reif für die Schule der Geduld, die den Charakter stählt und uns für den Weg der Nachfolge Jesu fähig macht. Aber unter Belastung bleiben und nicht ausweichen oder weglaufen, das heißt geduldig sein, ausharren. (Lies Jak.5,7-11; 2.Kor.6,4-10; 2.Thess.1,4.5.) Wir Menschen lieben die Abwechslung, das ganz andere, das Außergewöhnliche. Doch es kann nicht alle Tage Sonntag sein, die Wegstrecke des Alltags ist die längere, und sie muss auch bewältigt werden. "Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi" (2.Thess.3,5). Wenn Jesus nicht die dreißig verborgenen Jahre in Nazareth ausgeharrt, und nicht die mühevolle Zeit seines öffentlichen Dienstes bestanden hätte, nicht auf dem bitteren Weg nach Golgatha geblieben wäre, dann könnten wir nie die Verheißung erlangen, bei Gott zu Hause zu sein. "Wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht vom Anfang bis zum Ende festhalten." "Sei stark und dein Herz fasse Mut, und harre auf den Herrn!" (Hebr.3,1.12-14; Ps.27,14). Der Weg zum himmlischen Ziel ist kein Weg beständigen Wohlergehens. Wir können nicht nur mit friedevollen Zeiten rechnen, mit Anerkennung und Ehre. Anfechtungen und Kämpfe werden wir zu bestehen haben. Aber wenn wir auf dem Weg des Glaubens und der Geduld bleiben, dann dürfen wir uns der Gemeinschaft mit Jesu erfreuen bis in alle Ewigkeit. (Vgl.Joh.6,66-69; 10,28-30; Luk.22,28-30.)
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