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nächsten Text: Sind wir vielleicht zu stolz, uns erziehen zu lassen? vorherigen Text: Der Kommende wird kommen! Archiv Datum: Dienstag, 09.01.2001 Bibelstelle: Hebräer 10,38; Habakuk 2,4 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus Glauben leben Hebräerbrief 10,38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm (Habakuk 2,3.4). Habakuk 2,4 Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. "Der Gerechte wird aus Glauben leben." Dieses Schriftwort ist eine zentrale Aussage der Bibel und wird im Neuen Testament dreimal wiederholt - in unserer Ausgangsstelle im Hebräerbrief, ebenso im Römer- und im Galaterbrief (Röm.1,17; Gal.3,11). Uns interessiert auch, wie es die Menschen der Bibel machten, "aus Glauben zu leben". Deshalb wollen wir Habakuk befragen und von ihm lernen, der als Erster dieses Lebensgeheimnis formulierte. Er lebte in einer Zeit, die in vielem unserer Zeit gleicht. Darum ist es nicht schwer, Habakuks Erfahrungen und seine Botschaft auf unsere Verhältnisse zu übertragen. Im ersten Kapitel seines Buches erleben wir Habakuk als Klagenden. Er ist tief erschüttert über die Zustände seines Volkes, erregt über die Sünde, in der Gottes Volk lebte. "Unterdrückung und Gewalt, wohin ich blicke, Zank und Streit nehmen kein Ende. Niemand nimmt mehr das Gesetz Gottes ernst - wie soll da noch ein gerechtes Urteil gefällt werden. Das Recht wird in Unrecht verdreht." Habakuk als Gerechter konnte nicht gleichgültig bleiben. Er stellte viele Fragen: "Wie lange? Warum?" Könnte es sein, dass Gott bei seinen "Gerechten" heute den Schmerz um die Not und Gotteslosigkeit des eigenen Volkes und der Welt vermisst? (Vgl.Hes.9,3.4; Dan.9,3-19.) Habakuk trägt seine Betroffenheit und die unbeantworteten Fragen vor Gott. Den ganzen Jammer seiner Zeit sprach er im anhaltenden Gebet vor ihm aus. Er beschritt den einzig gangbaren Weg, der in allen Ausweglosigkeiten bleibt. Wenn wir niedergeschlagen sind, weil eine Not, ein Unrecht uns keine Ruhe lassen, dann sollten wir nicht im Gespräch mit anderen uns zu erleichtern suchen. Das zieht uns von dem Herrn weg; wir sollten vielmehr die Nähe des Herrn aufsuchen, der auf das Gebet der Gerechten wartet und es erhört. "Herr, du Gott des Himmels und der Erde, schau vom Himmel herab und rette dein Volk!" (Ps.80,15.20; Jer.33,2.3; Klagel.3,22-26).
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