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nächsten Text: Gott gibt Wartenden eine Antwort vorherigen Text: Aus Glauben leben Archiv Datum: Mittwoch, 10.01.2001 Bibelstelle: Habakuk 1,5-12; Psalm 93,3.4 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Sind wir vielleicht zu stolz, uns erziehen zu lassen? Habakuk 1,5 Schauet hin unter die Heiden, sehet und verwundert euch! Denn ich will etwas tun zu euren Zeiten, was ihr nicht glauben werdet, wenn man davon sagen wird. 1,6 Denn siehe, ich will die Chaldäer erwecken, ein grimmiges und schnelles Volk, das hinziehen wird, so weit die Erde ist, um Wohnstätten einzunehmen, die ihm nicht gehören. 1,7 Grausam und schrecklich ist es; es gebietet und zwingt, wie es will. 1,8 Ihre Rosse sind schneller als die Panther und bissiger als die Wölfe am Abend. Ihre Reiter fliegen in großen Scharen von ferne daher, wie die Adler eilen zum Fraß. 1,9 Sie kommen allesamt, um Schaden zu tun; wo sie hinwollen, stürmen sie vorwärts und raffen Gefangene zusammen wie Sand. 1,10 Sie spotten der Könige, und der Fürsten lachen sie. Alle Festungen werden ihnen ein Scherz sein; denn sie schütten Erde auf und erobern sie. 1,11 Alsdann brausen sie dahin wie ein Sturm und jagen weiter; mit alledem machen sie ihre Kraft zu ihrem Gott. 1,12 Aber du, HERR, mein Gott, mein Heiliger, der du von Ewigkeit her bist, laß uns nicht sterben; sondern laß sie uns, oh HERR, nur eine Strafe sein, und laß sie, oh unser Fels, uns nur züchtigen. Psalter 93,3 HERR, die Wasserströme erheben sich, die Wasserströme erheben ihr Brausen, die Wasserströme heben empor die Wellen; 93,4 die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe. "Herr, wie lange soll ich schreien?" Nicht auf sich und seine klugen Überlegungen, nicht auf seine Umgebung und die Hoffnungslosigkeit schaute Habakuk, sondern auf den Herrn, über die bedrückenden Verhältnisse hinaus. Und Gott antwortete ihm, aber diese Antwort fiel anders aus, als er sich gedacht hatte. Er erfuhr, dass noch Schlimmeres über sein Volk kommen wird. "Siehe, ich will die Chaldäer erwecken ..." Manchmal kann man es kaum fassen, dass Gott unsere Gebete nicht mit Entlastung und der uns notwendig scheinenden Hilfe beantwortet, sondern noch Schwereres auferlegt (Röm.11,33b; Jes.45,15). Wir staunen, welche Haltung Habakuk einnimmt. Da ist keine Bitterkeit, kein Wort der Widerrede Gott gegenüber. Der Sinn der Gerichte ist ihm klar und er bittet: "O Herr, lass sie uns nur eine Strafe sein, dass sie, o unser Fels, uns nur züchtigen." Diese Erziehungsmaßnahme will Habakuk vertrauensvoll annehmen, denn Strafe zielt auf Besserung. Sind wir vielleicht zu stolz, uns erziehen zu lassen? Nur das ganze Ja zu Gottes Tun befreit uns. Habakuk und andere "Gerechte" wissen, wenn Gott uns züchtigt, dann sterben wir nicht. "Wohl hat der Herr mich gezüchtigt, aber dem Tod hat er mich nicht übergeben... Ich danke dir, Herr, dass du mich erhört hast und hast mir geholfen" (Ps.118,18.21; lies Ps.94,12.13; Jona 2,3-7; Hebr.12,5-11). Nach der Gerichtsankündigung ruft Habakuk aus: "Mein Gott, mein Heiliger." Der Prophet hält im Glauben daran fest, dass Gottes Volk in der verhängten Drangsal nicht untergehen wird, vielmehr geläutert werden soll, um danach zur Segnung geführt zu werden. Er lässt in seinem Herzen keinen Zweifel an Gottes Gerechtigkeit, Weisheit und Liebe aufkommen. In diesem äußersten Konflikt klammert er sich glaubend an seinen Gott! (Lies Ps.73,1-18; 77,14.20.21.)
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