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Datum: Montag, 15.01.2001
Bibelstelle: Psalm 42,2.3; Jesaja 43,1
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Durst nach Gott I



Psalter


42,2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.


42,3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?




Jesaja


43,1 Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!





In den Psalmen lassen uns die Beter in ihr Herz schauen. Ihre Gebete berühren uns, weil es in unseren Herzen manchmal ähnlich aussieht. "Jeder, in welcher Lage er sei, findet in den Psalmen Worte, die sich auf seine Sache reimen und ihm so gleich sind, als wären sie um seinetwillen so gesetzt. Er selber könnte die Worte nicht besser finden noch wünschen" (M.Luther). - Psalm 42 ist ein Gebet aus der Tiefe. Wir können es heute nachsprechen, wenn wir uns in der Tiefe befinden und uns die Wogen eines schweren Schicksals über den Kopf gehen. "Alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich" (V.8; vgl.Jona 2,2-8). "Wer hat den Sehnsuchtspsalm gebetet? War es ein Heimatvertriebener, der weit weg war, im Norden Israels, weit entfernt vom Heiligtum, losgelöst von allem, was einen Menschen natürlicherweise von seinem Glauben und seiner Herkunft nach trägt? ... Viele innerlich heimatlose Menschen gibt es auch heute, Menschen, die nichts mehr von der verlässlichen Grundlage des Lebens wissen, die keine Zuflucht, keine Zielperspektive haben. - Bei einer Umfrage gab es ein brennendes Problem: Was gibt meinem Leben einen Sinn? Die Talsohle der Verzweiflung ist bei vielen erreicht" (Th.Sorg). Auch der Psalmist war am Ende. Alles hatte sich gegen ihn gewendet (V.4.8.11). Dunkelheit und Nacht umgab ihn. In dieser Situation suchte er Hilfe im Gebet. Er rief nicht ins Blaue hinein, sondern betete zu dem lebendigen Gott, dem Schöpfer und Erlöser Israels. "Meine Seele schreit, Gott, zu dir!" In Psalm 50,15 lesen wir Gottes noch immer gültige Aufforderung: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen." (Lies Ps.91,15; Jes.65,24; Jer.33,2.3; Luk.11,9.)




 

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