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nächsten Text: Durst nach Gott III vorherigen Text: Durst nach Gott I Archiv Datum: Dienstag, 16.01.2001 Bibelstelle: Psalm 42; Psalm 43 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Durst nach Gott II Psalter 42,1 Eine Unterweisung der Söhne Korach, vorzusingen. 42,2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. 42,3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue? 42,4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott? 42,5 Daran will ich denken und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern. 42,6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. 42,7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, darum gedenke ich an dich aus dem Land am Jordan und Hermon, vom Berge Misar. 42,8 Deine Fluten rauschen daher, und eine Tiefe ruft die andere; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich. 42,9 Am Tage sendet der HERR seine Güte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu dem Gott meines Lebens. 42,10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? 42,11 Es ist wie Mord in meinen Gebeinen, wenn mich meine Feinde schmähen und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott? 42,12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. 43,1 Gott, schaffe mir Recht und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! 43,2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muß ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? 43,3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, 43,4 daß ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott. 43,5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist. Ursprünglich war Psalm 42 und Psalm 43 nur ein Psalm. Derselbe Kehrreim weist darauf hin: "Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist" (Ps.42,4.12; 43,5). In diesem Kehrreim wird uns der Weg gezeigt, wie wir aus Traurigkeit zur Freude gelangen können: "Harre auf Gott!" David bezeugte: "Ich harrte des Herrn, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien... Er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott" (Ps.40,2-4; lies Ps.33,1-5; 145,1-10). Der Beter vergleicht seinen Zustand mit dem eines durstigen Hirsches, der an einem ausgetrockneten Bachbett steht. "Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt , so sehne ich mich nach dir, o Gott." Kennen wir diesen Durst? Verlangt es uns so nach der Gemeinschaft mit Gott? Sehnen wir uns danach, dass er wieder zu uns redet? Wer Gottes Nähe noch nie erlebt hat, kann dieses Verlangen nicht nachvollziehen. Wir können es ihm auch nicht vermitteln. Aber der Geist Gottes kann es jedem aufschließen, wenn er Gott darum bittet. Ein Mensch kann alles haben, was sein Herz begehrt, und doch gleicht er einem Verdurstenden, wenn ihm die Hauptsache fehlt: die Verbindung mit dem lebendigen Gott. Er hat uns zur Gemeinschaft mit sich geschaffen und erlöst (1.Joh.1,2.3). Ohne seine Nähe sind wir wie ein Fisch am Strand, der im Ufersand eingeht. "Ohne Gott bin ich ein Fisch am Strand, ohne Gott ein Tropfen in der Glut, ohne Gott bin ich ein Gras im Sand und ein Vogel, dessen Schwinge ruht..." (J.Klepper). (Lies Ps.16,2.5; 63,2; 73,25.26; Klagel.3,24.)
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