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16.01. Durst nach Gott II

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Datum: Mittwoch, 17.01.2001
Bibelstelle: Psalm 42,2.3; Lukas 10,41.42
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Durst nach Gott III



Psalter


42,2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.


42,3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?




Lukas-Evangelium


10,41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.


10,42 Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.




"Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht sehe?" Ist der lebendige Gott unser Lebenselement, auf das wir nicht verzichten können und nach dem wir uns sehnen, wenn er schweigt? Die Sehnsucht nach ihm soll uns mitten in vieler Arbeit immer wieder zu ihm hintreiben. Wir wollen es ihm sagen: "Wie ein Hirsch nach Wasserbächen lechzt, so lechzt meine Seele, o Gott, nach dir! Meine Seele dürstet nach dir." Oder sind wir vielleicht in der Gefahr, unsere Gemeinschaft mit ihm auf Eis zu legen, weil wir gerade viel Arbeit haben? R.Scheffbuch schildert treffend, wie wir sein können, wenn er von Menschen spricht, "denen jedes Aufarbeiten des Schreibtisches wichtiger ist als das Lauschen auf Gottes Wort; denen jeder Telefonanruf vorrangiger zu sein scheint als das Sprechen mit Jesus, die Gott so behandeln, als sei er eine Wüste, in der nichts zu holen ist, und die ihre eigene Aktivität für so wichtig ansehen". (Lies Ps.39,7.8; Pred.2,11.22.23; 6,7; Jes.57,10; Matth.6,33.) Gott möchte Zeit mit uns verbringen, mit uns teilen, was uns bewegt, und mit uns reden durch sein Wort. "Meine geschöpfliche Ungeduld lässt mich oft wünschen, es möge doch eine Methode geben, die dem modernen Christen mühelos durch kurze, leichte Lektionen zu einem tieferen geistlichen Leben verhilft; aber solche Wünsche sind töricht. Es gibt keine Abkürzungen auf dem Weg geistlicher Erfahrungen. Gott hat sich unserer Hetze nicht angepasst... Wer danach trachtet, Gott zu erkennen, muss ihm Zeit geben. Je früher wir diesen nüchternen Grundsatz anerkennen, desto besser ist es für uns. Wer Gott erkennen will, darf keine Zeit für unnütz vertan halten, die der Vertiefung dieser Bekanntschaft gewidmet ist. Ungezählte Stunden muss er sich im Lauf seines Lebens dem Gebet und betenden Bibelstudium hingeben. So haben es jedenfalls die Großen im Reich Gottes von alters her gehalten" (A.W.Tozer). (Lies Jer.6,16; Dan.6,11; Mark.1,35; 2.Tim.3,16.)




 

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