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20.01. Die Anfechtung II

19.01. Die Anfechtung I

18.01. Durst nach Gott IV

17.01. Durst nach Gott III

16.01. Durst nach Gott II

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Archiv



Datum: Donnerstag, 18.01.2001
Bibelstelle: Psalm 42,3; 2.Mose 33,17-23
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Durst nach Gott IV



Psalter


42,3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?




2. Mose


33,17 Der HERR sprach zu Mose: Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.


33,18 Und Mose sprach: Laß mich deine Herrlichkeit sehen!


33,19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will vor dir kundtun den Namen des HERRN: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.


33,20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.


33,21 Und der HERR sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. 33,22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin.


33,23 Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen.




"Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?" Der Beter wusste, dass sein tiefster Durst nach Gott erst gestillt wird, wenn er Gottes Angesicht schauen darf. Er sehnte sich nach der unmittelbaren Gemeinschaft mit Gott, die einmal im Schauen von Angesicht zu Angesicht gipfeln wird. Weil er sich das so sehr wünschte, fragte er: Wann wird das endlich sein? Auch Mose begehrte, Gottes Angesicht zu schauen, aber Gott musste ihm sagen: "Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht." Trotzdem gab Gott schon Menschen zur Zeit des Alten Bundes die Gewissheit, dass das eines Tages geschehen wird. Deshalb konnte Hiob jubeln: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Und nachdem diese meine Hülle zerbrochen ist, alsdann werde ich, von meinem Fleische los, Gott schauen. Den werde ich mir anschauen, meine Augen werden ihn schauen, ohne ihm fremd zu sein" (Hiob 19,25-27; lies Ps.16,11; 17,15). Im Neuen Bund empfangen wir die gewisse Zusage, dass wir sein Angesicht schauen werden. Jesus sagt: "Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen." Und Johannes schreibt: "Wir werden ihn sehen, wie er ist" (Matth.5,8; 1.Joh.3,2; lies 1.Kor.13,12; 1.Petr.1,8.9; Offb.22,4). Ihn zu sehen wird für uns verbunden sein mit unvorstellbarer, überwältigender Freude. Wenn wir in der Vorfreude darauf leben, wirkt sich das auf unseren Alltag aus: "Jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, wie auch er rein ist" (1.Joh.3,3; lies 1.Joh.2,28). Bis dahin gilt für uns noch: "Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen" (2.Kor.5,7). Doch wenn wir Jesus anschauen in seinem Wort, sehen wir schon jetzt etwas von Gottes Herrlichkeit. (Lies Joh.1,14; 12,45; 14,9.10; Hebr.1,3.)




 

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