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16.02. Sind wir mit Christus gekreuzigt, so nimmt der auferstandene Herr Besitz von uns

15.02. Was Gott von uns erwartet

14.02. Der Haken ist bei mir

13.02. Das Schönste kommt noch

12.02. Wir können nicht aus eigener Kraft miteinander zurechtkommen

11.02. Gott möchte die Umkehr jedes einzelnen Menschen

10.02. Wir können nicht allein den richtigen Weg durch dieses Leben finden

09.02. Wir können den Angriffen des Feindes widerstehen
 
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Datum: Montag, 12.02.2001
Bibelstelle: Philipper 4,1-3; 2.Korinther 13,11; Römer 15,5-7
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wir können nicht aus eigener Kraft miteinander zurechtkommen



Philipperbrief


4,1 Also, meine lieben Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben.


4,2 Evodia ermahne ich und Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem Herrn.


4,3 Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Gefährte, steh ihnen bei; sie haben mit mir für das Evangelium gekämpft, zusammen mit Klemens und meinen andern Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens stehen.




2.Korintherbrief


13,11 Zuletzt, liebe Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.




Römerbrief


15,5 Der Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einträchtig gesinnt seid untereinander, Christus Jesus gemäß,


15,6 damit ihr einmütig mit einem Munde Gott lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.


15,7 Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.




Eine vierte Unmöglichkeit: Wir können nicht aus eigener Kraft miteinander zurechtkommen. Evodia und Syntyche waren zwei wertvolle Mitarbeiterinnen in der Gemeinde in Philippi. Sie hatten mit Paulus zusammen für das Evangelium gekämpft, doch plötzlich bekamen sie Schwierigkeiten miteinander. Obwohl sie zu Jesus gehörten, waren sie zerstritten. Wenn wir ehrlich über unser Miteinander nachdenken, können wir uns über diese beiden Frauen nicht erheben, müssen vielmehr bestätigen: Das gibt es! Das gibt es auch bei mir, dass ich mit manchen, die auch Jesus nachfolgen, nicht zurechtkomme, weil sie so anders sind und manches anders sehen und beurteilen und auch dementsprechend anders handeln. Es kommt häufig vor, dass wir zum Herrn sagen müssen: Herr, ich schaffe es nicht, für diesen Menschen habe ich die Liebe nicht, die ich für ihn haben sollte. (Lies Eph.4,3; Joh.13,35; Joh.15,12.) "Liebe, hast du es geboten, dass man Liebe üben soll...." (N.L.Graf v.Zinzendorf). Florence Allshorn, die als Missionarin in Uganda lebte, lässt uns in ihrem Buch "Ein Mensch wagt zu lieben" an ihren Erfahrungen teilhaben: "Eine seltsam dunkle Regung windet sich unzweifelhaft am Grund unserer Seele, wenn wir als Missionsleute an unsere Beziehungen untereinander denken. Wenn der ganze Bereich menschlicher Beziehungen unter uns weiter in dem verschwommenen und unfruchtbaren Zustand bleibt, in dem er sich zur Zeit befindet, dann können wir das Evangelium weitergeben, so viel wir wollen, es wird beinahe vergeblich sein. Was allen und allem not tut, ist ein Durchflutetwerden mit Liebe... Meine Mitarbeiterin ist in mancher Hinsicht so wertvoll, sie hielt durch, aber nun sind ihre Nerven, völlig aufgebraucht und sie leidet unter schrecklichen Ausbrüchen ihres Temperaments; manchmal spricht sie zwei Tage lang kein Wort, und ich bin dann sehr empfindlich und ärgerlich. Wir könnten es schön miteinander haben. Ist es nicht ein Jammer, dass wir das nicht fertigbringen? (Lies Ps.34,15; Röm.12,9.10; Eph.5,1.2; Kol.3,13.14.)


Eines Tages ging es einfach nicht mehr. Ich saß auf der Veranda, allein, bitterlich schluchzend. Alles war unbeschreiblich trostlos. Ich überhörte die leisen Schritte der afrikanischen Schulleiterin. Sie setzte sich zu mir, lange Zeit schweigend, um endlich langsam Folgendes zu sagen: Ich lebe nun schon 15 Jahre auf dieser Missionsstation. Eine nach der anderen von euch sah ich kommen und gehen. Jede sagte dasselbe, nämlich, dass ihr gekommen seid, uns den Heiland, den Retter aller Welt zu bringen, aber bis heute sah ich noch nicht, dass er die Situation hier gerettet hätte. Diese Worte brachten mich mit einem Schlag zu mir selbst. Das war ja mein Problem. Ich kannte den Herrn genügend, um zu wissen, dass er seine Nachfolger auch die Feinde lieben heißt. Und nun betete ich, dass solche Liebe mich erfüllen möchte. Langsam begann ein Neues." Ein ganzes Jahr betete Florence täglich das 13.Kapitel des ersten Korintherbriefes durch, das Hohelied der Liebe. (Lies 1.Kor.13,1-13.)




 

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