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nächsten Text: Sind wir mit Christus gekreuzigt, so nimmt der auferstandene Herr Besitz von uns vorherigen Text: Der Haken ist bei mir Archiv Datum: Donnerstag, 15.02.2001 Bibelstelle: Epheser 1,3 Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut.Hentschel@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org) Thema: Was Gott von uns erwartet 1,3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Paulus spricht zu den Christen in Ephesus. Er schreibt ganz klar, wer derjenige ist, der segnet. Es ist der allmächtige Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Womit hat er uns gesegnet? - Mit geistlichem Segen, d.h. nicht nur mit materiellen Dingen, mit den Dingen des täglichen Lebens, mit einem guten Ehepartner, mit einer Arbeitsstelle. Das ist hier nicht gemeint: Hier steht "... der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen". Wir brauchen den geistlichen Segen, um als Christen in dieser Welt wirken und bestehen zu können. Geistlicher Segen - das sind zum einen die geistlichen Gaben, die wir u.a. aus dem Römer- und aus dem Korintherbrief kennen. Gaben wie: "Lehre, Auslegung, Erkenntnis, Wunder, prophetische Rede, Ermahnung" und viele andere Dinge. Geistlicher Segen - das ist auch die Frucht des Geistes, die wir aus dem Galaterbrief kennen: "Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung." Der Heilige Geist wirkt an den Christen, aber Er wirkt dort, wo Jesus Christus, der Sohn Gottes, es will, denn in unserem Vers steht, dass wir mit allem geistlichen Segen durch Christus gesegnet werden. Was mir am besten an diesem Vers gefällt ist das Wort "allem". Alle wahren Christen sind schon gesegnet von Gott, dem Vater des HERRN Jesus Christus mit allem geistlichen Segen. Mit allem, das bedeutet: Sie haben alles, was sie brauchen. Mehr brauchen sie nicht. Mehr brauchen wir nicht. Es ist nichts Weiteres mehr nötig. Wenn wir wirklich als Christen Jesus nachfolgen, dann brauchen wir uns auch nicht nach mehr auszustrecken, denn wir haben das bekommen, was Gott uns zugemessen hat. Es gibt ja immer wieder Strömungen, die uns zurufen, dass wir uns nach höheren oder größeren Gaben ausstrecken sollen. Dann könnte auch in unserer Gemeinde etwas Spektakuläres geschehen, wenn wir alle mit dem Heiligen Geist voll erfüllen lassen würden, dann könnten wir auch das volle Evangelium predigen und die Menschen unserer Umgebung würden voll vom Geist erfaßt werden. Das Wort Gottes aber ermahnt uns, dass wir nicht jedem Geist vertrauen und nicht jedem neuen Propheten nachlaufen sollen. Oft spielen sich dort, wo solche Lehre gepredigt wird, die Menschen in den Vordergrund und unser HERR und Heiland spielt nur noch eine Nebenrolle. Obwohl auch in diesen Gruppen der Name Gottes ausgesprochen wird, manchmal aber auch in einem eher beschwörendem Tonfall, ist der HERR ihnen doch nicht näher als den Christen, die Gott auf ganz andere, nüchterne Art und Weise suchen, vielleicht sogar ganz im Gegenteil. Gott hat uns mit ALLEM geistlichen Segen gesegnet, steht hier in Seinem Wort. Und mit diesem Segen sollen wir wuchern. Gott möchte, dass wir zum Segen für andere Menschen werden. "Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein", sagt Gott zu Mose. Segen nicht einfach als ein Selbstzweck: Wenn ich von Gott gesegnet werde, soll ich diesen Segen auch an andere weitergeben. Der Segen wird dadurch nicht weniger, sondern - auch das ist ein göttliches Prinzip - der Segen wird dadurch sogar noch vermehrt. Wie kann sich solche ein Segen bei Dir und bei mir ganz persönlich auswirken? - Wenn Gott Dir eine stabile familiäre Situation geschenkt hat - dann kannst Du dorthin gehen, wo Menschen Dich brauchen, damit auch sie vom Evangelium erfahren und in Gottes reichem Segen leben können! - Wenn Gott Dir eine stabile finanzielle Situation geschenkt hat - dann brauchst du nicht mehr nur Deinen Zehnten zu geben, sondern Du kannst darüber hinaus viel Gutes tun und anderen geben, die es nötig haben! - Wenn Gott Dich zum Reden begabt hat - dann steht doch nichts mehr im Wege, dass Du als Christ anderen Menschen Deine Rettung bezeugst und das Evangelium weitersagst. - Wenn Gott Dir Gesundheit geschenkt hat - dann hast Du auch die Kraft, morgens eine halbe Stunde früher aufzustehen und für Deine Kinder, für Deine Gemeinde, für die Missionare, die Du kennst, zu beten! - Wenn Gott Dir ein Essen auf Deinem Tisch ermöglicht hat und Du erkennst, dass Du im Vergleich zu den Menschen in der dritten Welt wie ein König lebst - dann kannst Du dem HERRN dafür danken, am besten noch, bevor Du den ersten Bissen in den Mund steckst. Das sind nur ein paar Beispiele. Gott möchte, dass wir ein gesegnetes Leben haben. Dazu gehört selbstverständlich das Danken, das Beten, das Gehen und das Geben. Das erwartet ER von uns allen. Dazu möchte ER uns segnen und hat ER schon getan.
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