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Datum: Samstag, 24.02.2001
Bibelstelle: Haggai 1,5-11; Matthäus 6,33
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Haggai - ein Prophet auch für unsere Zeit?



Haggai


1,5 Nun, so spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch geht:


1,6 Ihr säet viel und bringt wenig ein; ihr eßt und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch und könnt euch doch nicht erwärmen; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.


1,7 So spricht der HERR Zebaoth: Achtet doch darauf, wie es euch geht!


1,8 Geht hin auf das Gebirge und holt Holz und baut das Haus! Das soll mir angenehm sein, und ich will meine Herrlichkeit erweisen, spricht der HERR.


1,9 Denn ihr erwartet wohl viel, aber siehe, es wird wenig; und wenn ihr's schon heimbringt, so blase ich's weg. Warum das? spricht der HERR Zebaoth. Weil mein Haus so wüst dasteht und ein jeder nur eilt, für sein Haus zu sorgen.


1,10 Darum hat der Himmel über euch den Tau zurückgehalten und das Erdreich sein Gewächs.


1,11 Und ich habe die Dürre gerufen über Land und Berge, über Korn, Wein, Öl und über alles, was aus der Erde kommt, auch über Mensch und Vieh und über alle Arbeit der Hände.




Matthäus-Evangelium


6,33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.




Die aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Juden hatten auch ihre eigenen Bauobjekte. In Jerusalem brauchten sie Wohnungen, die Stadt lag in Trümmern. So kam der Augenblick, wo den Bauleuten die eigenen Bedürfnisse mehr im Vordergrund standen, während der Bau des Hauses Gottes vernachlässigt wurde. Wir erfahren davon durch den Propheten Haggai, der im Auftrag Gottes an die Verantwortlichen Serubbabel und Jeschua auszurichten hatte: "Dieses Volk behauptet, die Zeit ist noch nicht gekommen, den Tempel des Herrn wieder aufzubauen. Aber warum ist es für euch selbst an der Zeit, in Häusern mit getäfel-ten Wänden zu wohnen, während mein Haus noch in Trümmern liegt? Denkt doch einmal darüber nach, wie es euch geht: Ihr sät viel und erntet wenig... Warum das? So spricht der Herr der Heer-scharen: Um meines Hauses willen, das wüst liegt, während jeder von euch seinem Haus zuläuft. Darum hat der Himmel über euch seinen Tau zurückgehalten und die Erde ihren Ertrag." (Vgl. 2.Chron.24,4.5; Phil.2,21; Ps.139,23.24; Hiob 36,11.12.) Über solch eine Mahnung Gottes zur Selbstprüfung sollte keiner von uns achtlos hinweggehen. Gleicht die Gemeinde Jesu heute nicht in manchem einem Tempel, der in Trümmern liegt? Fragen wir, woran das liegt? Liegt es daran, dass Jesus nicht mehr der Erste ist? Nimmt anderes seinen Platz ein? Liegt es daran, dass wir nicht mehr fragen: Herr, was ist dir das Wichtigste? Wenn wir anderem mehr Raum geben, mit anderem mehr zu erreichen meinen als mit dem, was Jesus uns in seinem Wort zu sagen hat, hemmen und hindern wir den Bau des Reiches Gottes. (Lies Hiob 11,13-17.) Der Fürst dieser Welt will nicht, dass Gottes Haus gebaut wird. Aber wo das Heiligtum vernachlässigt wird, da fehlt das Wichtigste, da fehlt der Segen Gottes. Auf Gottes ernstes Mahnen durch Haggai hörten die Israeliten. Haggai durfte ihnen neu zusprechen: "Ich bin mit euch, fürchtet euch nicht." (Lies Hag.2,4.5; vgl.2.Chron.31,10; Spr.15,31.)




 

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