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Datum: Mittwoch, 28.02.2001
Bibelstelle: Esra 4,4-24; 1.Korinther 16,9.13
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wo viel Segen ist, da sind auch viele Widersacher



Esra


4,4 Da machte das Volk des Landes die Juden mutlos und schreckte sie vom Bauen ab.


4,5 Und sie dingten Ratgeber gegen sie und hinderten ihr Vorhaben, solange Kyrus, der König von Persien, lebte, bis zur Herrschaft des Darius, des Königs von Persien.


4,6 Und als Ahasveros König war, im Anfang seiner Herrschaft, schrieb man eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem.


4,7 Und zu den Zeiten Artahsastas schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und ihre andern Genossen an Artahsasta, den König von Persien. Der Brief war in aramäischer Schrift geschrieben und ins Aramäische übertragen.


4,8 Der Kanzler Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief gegen Jerusalem an den König Artahsasta:


4,9 Wir, Rehum, der Kanzler, und Schimschai, der Schreiber, und die andern Genossen, die Richter, die Befehlshaber, die Schreiber, die Beamten, die Männer von Erech, von Babel, von Susa, das sind die Elamiter,


4,10 und die andern Völker, die der große und berühmte Asenappar hergebracht und in den Städten Samariens und in den andern Orten jenseits des Euphrat angesiedelt hat.


4,11 Und dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An König Artahsasta, deine Knechte, die Männer jenseits des Euphrat.


4,12 Und nun sei dem König kundgetan, daß die Juden, die von dir heraufgezogen und zu uns nach Jerusalem gekommen sind, die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen wollen; sie haben begonnen, die Mauern zu errichten, und die Fundamente sind schon gelegt.


4,13 So sei nun dem König kundgetan: Wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und die Mauern wieder errichtet werden, so werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und zuletzt wird es den Königen Schaden bringen.


4,14 Weil wir aber das Salz des Königshauses essen und die Schmach des Königs nicht länger sehen wollen, darum schicken wir hin und lassen es den König wissen.


4,15 Man lasse in den Chroniken deiner Väter suchen, so wirst du in den Chroniken finden und erfahren, daß diese Stadt aufrührerisch ist und Königen und Ländern Schaden gebracht hat und man in ihr auch von alters her Aufruhr gemacht hat, - darum ist diese Stadt auch zerstört worden.


4,16 Und nun tun wir dem König kund, daß du hernach nichts behalten wirst von dem, was jenseits des Euphrat liegt, wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und ihre Mauern wieder errichtet werden.


4,17 Da sandte der König folgende Antwort: An Rehum, den Kanzler, und Schimschai, den Schreiber, und ihre andern Genossen, die in Samaria wohnen und in den andern Orten jenseits des Euphrat: Friede zuvor!


4,18 Und nun, der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist mir Wort für Wort vorgelesen worden.


4,19 Und auf meinen Befehl hat man nachgeforscht, und man fand bestätigt, daß diese Stadt von alters her gegen die Könige sich empört hat und Aufruhr und Abfall in ihr geschehen ist.


4,20 Auch hat es mächtige Könige zu Jerusalem gegeben, die geherrscht haben über alles, was jenseits des Euphrat ist, so daß ihnen Steuern, Abgaben und Zoll gegeben wurden.


4,21 So gebt nun den Befehl, daß man diesen Männern wehre, damit die Stadt nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir der Befehl gegeben wird!


4,22 Seht euch vor, daß ihr nicht lässig hierin seid, damit nicht den Königen großer Schaden entstehe!


4,23 Als nun der Brief des Königs Artahsasta gelesen wurde von Rehum und dem Schreiber Schimschai und von ihren andern Genossen, zogen sie eilends hin nach Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt.


4,24 Da hörte die Arbeit am Hause Gottes in Jerusalem auf und blieb liegen bis ins zweite Jahr des Darius, des Königs von Persien.




1.Korintherbrief


16,9 Denn mir ist eine Tür aufgetan zu reichem Wirken; aber auch viele Widersacher sind da.


16,10 Wenn Timotheus kommt, so seht zu, daß er ohne Furcht bei euch sein kann; denn er treibt auch das Werk des Herrn wie ich.


16,11 Daß ihn nur nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber in Frieden, daß er zu mir komme; denn ich warte auf ihn mit den Brüdern.


16,12 Von Apollos, dem Bruder, aber sollt ihr wissen, daß ich ihn oft ermahnt habe, mit den Brüdern zu euch zu kommen; aber es war durchaus nicht sein Wille, jetzt zu kommen; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen sein wird.


16,13 Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!




Der erste Versuch der Widersacher war abgewehrt, da folgte ein zweiter, der einen gewissen Erfolg hatte. "Da machte das Volk des Landes die Juden mutlos, sodass sie nicht weiterzubauen wagten. Es gelang den Samaritern sogar, einige Berater des persischen Königs Kyrus zu bestechen und so den Bau des Tempels bis zur Regierungszeit von König Darius zu verhindern." Angst erschreckte und lähmte die Bauenden. Nach außen war es der Hass der Feinde Israels, durch den das Werk in Jerusalem aufgehalten wurde, wir aber wissen, dass in den Reihen der Rückkehrer Trägheit und Selbst-sucht sich breitgemacht hatte (Hag.1,5ff). Das war wohl mit ein Grund, dass Gott es zuließ, dass "das Volk des Landes" die Israeliten ängstigen konnte und dass der Bau stoppte. "Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach." Wenn uns die Mitarbeit im Reich Gottes zur Nebensache oder zur Last wird, ermüden wir schnell und werden verzagt. Haben wir aber unseren großen Auftraggeber und das Ziel vor Augen, dann werden wir erfahren, dass er uns immer neu mit Mut und Kraft erfüllt. Im Hebräerbrief werden wir aufgefordert: "Werdet in eurem Glauben nicht träge und gleichgültig, sondern folgt dem Beispiel der Christen, die durch Vertrauen zum Herrn standhaft geblieben sind" (Hebr.6,11.12; 12,1-3). Paulus schreibt im ersten Korintherbrief von seinem Einsatz beim Bau des Königreiches Gottes: "Wir geben nicht auf. Freilich gehen die Strapazen nicht spurlos an uns vorüber. Wenn auch meine körperlichen Kräfte nachlassen, wird doch das Leben, das Gott mir schenkt, von Tag zu Tag erneuert." Wer vertraut, wird erleben, dass es bei der Mitarbeit am Bau des Reiches Gottes nicht nur Widersacher gibt, sondern auch reiche Erfahrungen der Durchhilfe Gottes. (Lies Hebr.3,6.14; 5.Mose 33,25b-27.) Und wenn der Widerstand beim Bau des Reiches Gottes so massiv ist, dass wir scheinbar die Unterlegenen sind, ja, wenn sogar einmal ein Stillstand eingetreten ist, dann dürfen wir uns an das Wort Jesu halten: "Mein Vater ist größer als alles" - als alle Gegner und Bedränger - "und niemand kann aus meines Vaters Hand reißen" - kann das Werk Gottes für immer aufhalten! (Lies Jes.50,7-10; Ps.138,7.8.) Als Gemeinde Jesu haben wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Gewalten, die verborgene Wirk-lichkeiten sind. Solange wir am Hause des Herrn, das aus lebendigen Steinen, aus erlösten Menschen besteht, mitbauen, wird Wider-stand da sein. Und doch wollen wir festhalten: "In ihm wohl zusammengefügt wächst dieser Bau empor zu einem heiligen Tempel in dem Herrn" (Eph.2,20-22). Die wirksamste Waffe gegen den Widersacher ist das Gebet. "Beten ist die wichtigste Arbeit in Gottes Reich. Jünger Jesu würden den Satan stürzen sehen, wenn sie die ihnen gegebene Macht ausübten. 'Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?' ... Wir können am Sieg Jesu teilhaben, nicht nur für uns persönlich, sondern auch für unsere Nächsten und für solche, die noch fern von Jesus Christus sind" (O.Sanders: Wirksames Gebet). (Lies Luk.10,19; Apg.12,1-11; Kol.2,1-3; 4,12.)




 

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