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nächsten Text: Auch bereit für Jesus zu sterben? vorherigen Text: In Krisensituationen Chancen entdecken Archiv Datum: Samstag, 03.03.2001 Bibelstelle: Philipper 1,12-18; 2,17.18 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Alles was wir erleben, kann der Förderung des Evangeliums dienen Philipperbrief 1,12 Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten. 1,13 Denn daß ich meine Fesseln für Christus trage, das ist im ganzen Prätorium und bei allen andern offenbar geworden, 1,14 und die meisten Brüder in dem Herrn haben durch meine Gefangenschaft Zuversicht gewonnen und sind um so kühner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu. 1,15 Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: 1,16 diese aus Liebe, denn sie wissen, daß ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; 1,17 jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in meiner Gefangenschaft. 1,18 Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich werde mich auch weiterhin freuen; 2,17 Und wenn ich auch geopfert werde bei dem Opfer und Gottesdienst eures Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. 2,18 Darüber sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen. "Ihr sollt wissen, liebe Brüder, dass alles, was ich erlebe, zur Förderung des Evangeliums dient." Wie kompromisslos lebte Paulus! Selbst den Aufenthalt im Gefängnis sah er als einmalige Chance an, die frohe Botschaft der Rettung zu verkündigen. Er hätte sich diesen Ort niemals selber ausgesucht. Aber nur als Gefangener konnte er an die "aus des Kaisers Hause" (Phil.4,22) und an alle am Gerichtsprozess Beteiligten herantreten und sie mit Jesus Christus bekannt machen. Durch sein Verhalten in der äußeren Unfreiheit konnten Vollzugsbeamte und Mitgefangene die verändernde Kraft des Evangeliums erleben. Wie verschieden war das Verhalten des Paulus von den übrigen Inhaftierten. Er lebte in der Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, und erlebte die Freude am Herrn, wo nur bedrückende Dunkelheit ihn umgab. Seine Erfahrungen in der Gefangenschaft blieben nicht verborgen, sie dienten auch dazu, dass die Christen außerhalb des Gefängnisses neuen Mut und Zuversicht gewannen, "kühner und ohne Scheu das Wort zu predigen". (Lies Apg.4,20.23-31.) Ist es nicht auch zutiefst der Wunsch der meisten von uns, unter allen Umständen ein Zeuge Jesu zu sein? Das ist nicht leicht, aber wenn wir Jesus von Herzen lieben, entdecken wir selbst in Krisensituationen die Chance, ihn groß zu machen. Oder lassen wir uns von den Schwierigkeiten erdrücken, anstatt ihn in der Ausweglosigkeit als Helfer anzurufen? Philipp Spitta (1801-1859) bezeugt es in einem seiner Lieder, wohin er sich in Notzeiten flüchtete: "Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben; nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben. Und wenn zerfällt die ganze Welt, wer sich an ihm und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben." Schon vielen Christen wurde dieses Lied in schweren Zeiten zum Trost und zur Hilfe. (Lies 2.Kor.4,8-15; Matth.5,16; Phil.2,14-16.)
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