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nächsten Text: Allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann vorherigen Text: Alles was wir erleben, kann der Förderung des Evangeliums dienen Archiv Datum: Sonntag, 04.03.2001 Bibelstelle: Philipper 1,12; Apostelgeschichte 21,10-36 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Auch bereit für Jesus zu sterben? Philipperbrief 1,12 Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten. Apostelgeschichte 21,10 Und als wir mehrere Tage dablieben, kam ein Prophet mit Namen Agabus aus Judäa herab. 21,11 Und als er zu uns kam, nahm er den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und Hände und sprach: Das sagt der heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem so binden und überantworten in die Hände der Heiden. 21,12 Als wir aber das hörten, baten wir und die aus dem Ort, daß er nicht hinauf nach Jerusalem zöge. 21,13 Paulus aber antwortete: Was macht ihr, daß ihr weint und brecht mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus. 21,14 Da er sich aber nicht überreden ließ, schwiegen wir und sprachen: Des Herrn Wille geschehe. 21,15 Und nach diesen Tagen machten wir uns fertig und zogen hinauf nach Jerusalem. 21,16 Es kamen aber mit uns auch einige Jünger aus Cäsarea und führten uns zu einem alten Jünger mit Namen Mnason aus Zypern, bei dem wir zu Gast sein sollten. 21,17 Als wir nun nach Jerusalem kamen, nahmen uns die Brüder gerne auf. 21,18 Am nächsten Tag aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und es kamen die Ältesten alle dorthin. 21,19 Und als er sie begrüßt hatte, erzählte er eins nach dem andern, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte. 21,20 Als sie aber das hörten, lobten sie Gott und sprachen zu ihm: Bruder, du siehst, wieviel tausend Juden gläubig geworden sind, und alle sind Eiferer für das Gesetz. 21,21 Ihnen ist aber berichtet worden über dich, daß du alle Juden, die unter den Heiden wohnen, den Abfall von Mose lehrst und sagst, sie sollen ihre Kinder nicht beschneiden und auch nicht nach den Ordnungen leben. 21,22 Was nun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du gekommen bist. 21,23 So tu nun das, was wir dir sagen. Wir haben vier Männer, die haben ein Gelübde auf sich genommen; 21,24 die nimm zu dir und laß dich reinigen mit ihnen und trage die Kosten für sie, daß sie ihr Haupt scheren können; so werden alle erkennen, daß es nicht so ist, wie man ihnen über dich berichtet hat, sondern daß du selber auch nach dem Gesetz lebst und es hältst. 21,25 Wegen der gläubig gewordenen Heiden aber haben wir beschlossen und geschrieben, daß sie sich hüten sollen vor dem Götzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Unzucht. 21,26 Da nahm Paulus die Männer zu sich und reinigte sich am nächsten Tag mit ihnen und ging in den Tempel und zeigte an, daß die Tage der Reinigung beendet sein sollten, sobald für jeden von ihnen das Opfer dargebracht wäre. 21,27 Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, sahen ihn die Juden aus der Provinz Asien im Tempel und erregten das ganze Volk, legten die Hände an ihn 21,28 und schrien: Ihr Männer von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen an allen Enden lehrt gegen unser Volk, gegen das Gesetz und gegen diese Stätte; dazu hat er auch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte entweiht. 21,29 Denn sie hatten Trophimus, den Epheser, mit ihm in der Stadt gesehen; den, meinten sie, hätte Paulus in den Tempel geführt. 21,30 Und die ganze Stadt wurde erregt, und es entstand ein Auflauf des Volkes. Sie ergriffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus. Und sogleich wurden die Tore zugeschlossen. 21,31 Als sie ihn aber töten wollten, kam die Nachricht hinauf vor den Oberst der Abteilung, daß ganz Jerusalem in Aufruhr sei. 21,32 Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute und lief hinunter zu ihnen. Als sie aber den Oberst und die Soldaten sahen, hörten sie auf, Paulus zu schlagen. 21,33 Als nun der Oberst herangekommen war, nahm er ihn fest und ließ ihn fesseln mit zwei Ketten und fragte, wer er wäre und was er getan hätte. 21,34 Einer aber rief dies, der andre das im Volk. Da er aber nichts Gewisses erfahren konnte wegen des Getümmels, ließ er ihn in die Burg führen. 21,35 Und als er an die Stufen kam, mußten ihn die Soldaten tragen wegen des Ungestüms des Volkes; 21,36 denn die Menge folgte und schrie: Weg mit ihm! "Ich will aber, dass ihr wisset, wie alles, was mir begegnet ist, nur mehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen hat." Wir wollen uns im Folgenden vergegenwärtigen, was Paulus "begegnet" war, seit er nicht mehr als freier Mann leben konnte, bis zu dem Zeitpunkt, als er seinen Brief an die Philipper schrieb. Viele Stürme waren über ihn gegangen, sodass man fragen möchte: Warum ließ Gott das alles zu und griff nicht ein? Doch Paulus fragte nicht nach den Ursachen seines Leidens. Ihm ging es nur um das eine: in jeder Lage eine Chance für die Ausbreitung des Evangeliums zu sehen. (Lies 2.Kor.5,14.15; vgl.Ps.119,46.) Zunächst ging Paulus nicht ungewarnt vom Heiligen Geist hinauf nach Jerusalem (V.10.11). Er wusste um die Gefahr, die ihm drohte, aber er war entschlossen, den von Gott gewiesenen Weg zu gehen, auch wenn Trübsal ihn erwartete. Denen, die es gut mit ihm meinten und ihn von diesem schweren Weg abhalten wollten, antwortete er: "Ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus" (V.13; lies Jes.50,5-8). In Jerusalem ging Paulus auf den Vorschlag der Brüder ein, doch der befolgte Rat brachte ihn in höchste Gefahr: "die Juden suchten ihn zu töten." Die ganze Stadt geriet in Aufruhr. Der Kommandant der römischen Garnison griff ein und ließ Paulus verhaften (V.18-36; vgl.Matth.27,22.23). Mitten in dem Tumult hatte Paulus nur den einen Wunsch, den er dem Kommandanten vortrug: "Ich bitte dich, erlaube mir, zu dem Volk zu reden!" Mit der Erlaubnis ergriff er sofort das Wort, um der Volksmenge von dem zu sagen, was er mit Jesus Christus erlebt hatte. "Siehe, ich will mir den Mund nicht stopfen lassen, von deiner Wahrheit und deinem Heil rede ich" (Ps.40,10.11; lies Apg.8,1.4.5; 11,19.20; 2.Tim.1,7).
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