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05.03. Allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann

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Datum: Montag, 05.03.2001
Bibelstelle: Apostelgeschichte 21,40; 22,1-22; 1.Petrus 3,15.16
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann



Apostelgeschichte


21,40 Als er es ihm aber erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Da entstand eine große Stille, und er redete zu ihnen auf hebräisch und sprach:


22,1 Ihr Männer, liebe Brüder und Väter, hört mir zu, wenn ich mich jetzt vor euch verantworte.


22,2 Als sie aber hörten, daß er auf hebräisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller. Und er sprach:


22,3 Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Zilizien, aufgewachsen aber in dieser Stadt und mit aller Sorgfalt unterwiesen im väterlichen Gesetz zu Füßen Gamaliels, und war ein Eiferer für Gott, wie ihr es heute alle seid.


22,4 Ich habe die neue Lehre verfolgt bis auf den Tod; ich band Männer und Frauen und warf sie ins Gefängnis,


22,5 wie mir auch der Hohepriester und alle Ältesten bezeugen. Von ihnen empfing ich auch Briefe an die Brüder und reiste nach Damaskus, um auch die, die dort waren, gefesselt nach Jerusalem zu führen, damit sie bestraft würden.


22,6 Es geschah aber, als ich dorthin zog und in die Nähe von Damaskus kam, da umleuchtete mich plötzlich um die Mittagszeit ein großes Licht vom Himmel.


22,7 Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die sprach zu mir: Saul, Saul, was verfolgst du mich?


22,8 Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst.


22,9 Die aber mit mir waren, sahen zwar das Licht, aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hörten sie nicht.


22,10 Ich fragte aber: Herr, was soll ich tun? Und der Herr sprach zu mir: Steh auf und geh nach Damaskus. Dort wird man dir alles sagen, was dir zu tun aufgetragen ist.


22,11 Als ich aber, geblendet von der Klarheit dieses Lichtes, nicht sehen konnte, wurde ich an der Hand geleitet von denen, die bei mir waren, und kam nach Damaskus.


22,12 Da war aber ein gottesfürchtiger Mann, der sich an das Gesetz hielt, mit Namen Hananias, der einen guten Ruf bei allen Juden hatte, die dort wohnten.


22,13 Der kam zu mir, trat vor mich hin und sprach zu mir: Saul, lieber Bruder, sei sehend. Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen.


22,14 Er aber sprach: Der Gott unserer Väter hat dich erwählt, daß du seinen Willen erkennen sollst und den Gerechten sehen und die Stimme aus seinem Munde hören;


22,15 denn du wirst für ihn vor allen Menschen Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast.


22,16 Und nun, was zögerst du? Steh auf und rufe seinen Namen an und laß dich taufen und deine Sünden abwaschen.


22,17 Es geschah aber, als ich wieder nach Jerusalem kam und im Tempel betete, daß ich in Verzückung geriet


22,18 und ihn sah. Da sprach er zu mir: Eile und mach dich schnell auf aus Jerusalem; denn dein Zeugnis von mir werden sie nicht annehmen.


22,19 Und ich sprach: Herr, sie wissen doch, daß ich die, die an dich glaubten, gefangennahm und in den Synagogen geißeln ließ.


22,20 Und als das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen wurde, stand ich auch dabei und hatte Gefallen daran und bewachte denen die Kleider, die ihn töteten.


22,21 Und er sprach zu mir: Geh hin; denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.


22,22 Sie hörten ihm aber zu bis zu diesem Wort; dann erhoben sie ihre Stimme und riefen: Hinweg mit diesem von der Erde! Denn er darf nicht mehr leben.




1.Petrusbrief


3,15 ...heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,


3,16 und das mit Sanftmut und Gottesfurcht, und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen.




"Paulus trat auf die Stufen und winkte dem Volk mit der Hand. Da entstand eine große Stille, und er redete zu ihnen." Der gewaltige Umschwung unter der aufgebrachten Menge kam einem Wunder gleich, denn endlich konnte der Apostel zu den Menschen sprechen, die ihm besonders am Herzen lagen. Die tiefgehende Veränderung seines Lebens durch die Begegnung mit Jesus Christus war ein Beweis für die Kraft Gottes aus dem Evangelium. Mit keinem Wort berührte er die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Er sprach auch nicht von dem Unrecht, das ihm die Juden angetan hatten. Die Begegnung mit Jesus hatte sein Herz zum Brennen gebracht für eine verlorene Menschheit. Deshalb nutzte er jeden Augenblick, die Rettung anzubieten. "Damit ich möglichst viele gewinne!" Der Missionar Charles Studd sagte einmal: "Ich möchte einen Laden für Errettung führen, einen Meter von der Hölle entfernt." (Lies Röm.12,11; 1.Kor.9,16-23; Kol.4,5.6.) Freude und tiefer Friede müssen von Paulus ausgegangen sein, dass er in die brodelnde Menge das Zeugnis von Gottes Macht und Gnade in seinem Leben hineinrufen konnte. Wir staunen, wie offen und ehrlich er sich zu seinem Vergehen an den Christen bekannte. Seine Schuld verschwieg er nicht, vielmehr rühmte er Gottes Liebe, dass Jesus sich ihm persönlich offenbart hatte. Wie gern wollte er mit seinem persönlichen Zeugnis die Zuhörer mitnehmen, damit auch sie aus ihrem schuldbeladenen Leben herauskommen und neu anfangen konnten. (Lies Luk.19,1-10; Offb.3,20.) Aber die Reaktion war anders. "Zuerst hörten sie ihm zu, dann aber erhoben sie ihre Stimme und riefen: Hinweg mit diesem von der Erde. Denn er darf nicht leben." Damit lehnten sie das einzigartige Rettungsangebot Gottes ab. "Seht zu, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott" (Hebr.3,12; 2,1.3; vgl.5.Mose 30,19.20; Mark.4,18.19).




 

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