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nächsten Text: In jeder Situation ein Zeuge Jesu sein vorherigen Text: Allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann Archiv Datum: Dienstag, 06.03.2001 Bibelstelle: Philipper 1,12-14; Apostelgeschichte 22,30; 23,1-1 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Jesus lässt die Seinen, die ihm treu dienen, nicht allein Philipperbrief 1,12 Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten. 1,13 Denn daß ich meine Fesseln für Christus trage, das ist im ganzen Prätorium und bei allen andern offenbar geworden, 1,14 und die meisten Brüder in dem Herrn haben durch meine Gefangenschaft Zuversicht gewonnen und sind um so kühner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu. Apostelgeschichte 22,30 Am nächsten Tag wollte er genau erkunden, warum Paulus von den Juden verklagt wurde. Er ließ ihn von den Ketten lösen und befahl den Hohenpriestern und dem ganzen Hohen Rat zusammenzukommen, und führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie. 23,1 Paulus aber sah den Hohen Rat an und sprach: Ihr Männer, liebe Brüder, ich habe mein Leben mit gutem Gewissen vor Gott geführt, bis auf diesen Tag. 23,2 Der Hohepriester Hananias aber befahl denen, die um ihn standen, ihn auf den Mund zu schlagen. 23,3 Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Sitzt du da und richtest mich nach dem Gesetz und läßt mich schlagen gegen das Gesetz? 23,4 Aber die dabeistanden, sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes? 23,5 Und Paulus sprach: Liebe Brüder, ich wußte es nicht, daß er der Hohepriester ist. Denn es steht geschrieben (2. Mose 22,27): «Dem Obersten deines Volkes sollst du nicht fluchen.» 23,6 Als aber Paulus erkannte, daß ein Teil Sadduzäer war und der andere Teil Pharisäer, rief er im Rat: Ihr Männer, liebe Brüder, ich bin ein Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern. Ich werde angeklagt um der Hoffnung und um der Auferstehung der Toten willen. 23,7 Als er aber das sagte, entstand Zwietracht zwischen Pharisäern und Sadduzäern, und die Versammlung spaltete sich. 23,8 Denn die Sadduzäer sagen, es gebe keine Auferstehung noch Engel und Geister; die Pharisäer aber lehren beides. 23,9 Es entstand aber ein großes Geschrei; und einige Schriftgelehrte von der Partei der Pharisäer standen auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Böses an diesem Menschen; vielleicht hat ein Geist oder ein Engel mit ihm geredet. 23,10 Als aber die Zwietracht groß wurde, befürchtete der Oberst, sie könnten Paulus zerreißen, und ließ Soldaten hinabgehen und Paulus ihnen entreißen und in die Burg führen. 23,11 In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei getrost! denn wie du für mich in Jerusalem Zeuge warst, so mußt du auch in Rom Zeuge sein. "Am folgenden Tag befahl der römische Kommandant den Hohenpriestern und dem ganzen Hohen Rat zusammenzukommen. Er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie." Paulus blieb seiner Berufung treu, Diener Jesu Christi zu sein. Darum verteidigte er sich nicht; das Thema seines Lebens war vielmehr der Auferstandene, sein Herr: "Ich stehe vor Gericht, weil ich an die Auferstehung der Toten glaube." Damit sprach er die zentrale theologische Streitfrage zwischen den Pharisäern und Sadduzäern an. Wollte er sie mit diesem Bekenntnis erneut locken, sich einer Begegnung mit Jesus Christus, dem gekreuzigten, aber auferstandenen und lebendigen Herrn, zu stellen? Wollte er ihnen den Blick für die ewige Herrlichkeit öffnen, die denen verheißen ist, die an den Sohn Gottes glauben und sein Wiederkommen erwarten? "Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten... Und ich werde wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin" (Joh.14,2; lies Luk.24,45-48; 1.Kor.15,3-5.12-14.19-23). Die Nacht nach der Auseinandersetzung im Hohen Rat muss für Paulus dunkel und quälend gewesen sein. War sein Herz verzagt, weil sich in den Reihen der Juden nichts zu bewegen schien? Doch plötzlich stand der Herr selber bei ihm und sprach: "Sei getrost! denn wie du für mich in Jerusalem Zeuge warst, so musst du auch in Rom mein Zeuge sein." Jesus lässt die Seinen, die ihm treu dienen, nicht allein. Die Aufgabe des Apostels Paulus war, die Wahrheit zu bezeugen. Ob der Wahrheit geglaubt wurde, war nicht seine Verantwortung. Darum entlastete ihn der Herr mit seinem persönlichen Zuspruch. Ein Wort aus Jesu Mund schafft Frieden und bringt unser unruhiges Herz zur Ruhe. "Aber der Herr ist bei mir, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen." (Lies 2.Tim.4,16.17; Matth.14,27; Joh.16,33.)
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