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nächsten Text: Paradoxe Situation: Der Gefangene wird zum Mutmacher und Ratgeber vorherigen Text: Jesus lässt die Seinen, die ihm treu dienen, nicht allein Archiv Datum: Mittwoch, 07.03.2001 Bibelstelle: Apostelgeschichte 23,23.24; 24,24-26; Psalm 119,46 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: In jeder Situation ein Zeuge Jesu sein Apostelgeschichte 23,23 Und der Oberst rief zwei Hauptleute zu sich und sprach: Rüstet zweihundert Soldaten, daß sie nach Cäsarea ziehen, und siebzig Reiter und zweihundert Schützen für die dritte Stunde der Nacht; 23,24 und haltet Tiere bereit, Paulus draufzusetzen und wohlverwahrt zu bringen zum Statthalter Felix. 24,24 Als aber Paulus von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und von dem zukünftigen Gericht redete, erschrak Felix und antwortete: Für diesmal geh! Zu gelegener Zeit will ich dich wieder rufen lassen. 24,25 Er hoffte aber nebenbei, daß ihm von Paulus Geld gegeben werde; darum ließ er ihn auch oft kommen und besprach sich mit ihm. 24,26 Als aber zwei Jahre um waren, kam Porzius Festus als Nachfolger des Felix. Felix aber wollte den Juden eine Gunst erweisen und ließ Paulus gefangen zurück. Der Psalter 119,46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht. Aus Sicherheitsgründen wurde Paulus nach Cäsarea gebracht. Mitglieder des Hohen Rats verklagten ihn dort bei dem Statthalter Felix: "Wir wissen, dass dieser Mann gefährlich ist wie die Pest. Überall im Römischen Reich zettelt er unter den Juden Aufstände an." Anschuldigungen waren für Paulus niemals ein Grund für eigene Rechtfertigung oder Selbstverteidigung. Er sprach offen von seiner Zugehörigkeit zu den angegriffenen Jesus-Leuten. "Das bekenne ich, dass ich nach dem Wege, den sie eine Sekte nennen, dem Gott der Väter diene." (Lies Spr.29,10.25; Ps.119,63.) Selbst unter dieser Anklage versuchte er, vor dem Statthalter Felix und dessen Frau Drusilla das Evangelium zu bezeugen. Voller Interesse ließen sie sich über den Glauben an Jesus Christus informieren. Wie sehr mag Paulus um dieses Ehepaar gerungen haben, dass es die rettende Botschaft des Evangeliums verstehen und eine Entscheidung für Jesus treffen möge. Als Paulus jedoch von Gerechtigkeit, Enthaltsamkeit und dem künftigen Gericht Gottes sprach, unterbrach ihn Felix betroffen: "Für diesmal geh! Zu gegebener Zeit will ich dich wieder rufen lassen." Aber die Zeit nutzte Felix nicht; nach zwei Jahren übergab er den Gefangenen seinem Nachfolger. Auch vor Festus, König Agrippa und dessen Frau Berenike nahm Paulus seinen Auftrag wahr und nutzte die gegebene Möglichkeit, das Evangelium überzeugend zu verkündigen (Apg.25.26). Was er später an Timotheus schrieb, lebte er: "Erleide das Ungemach, tue das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst völlig aus!" (2.Tim.4,5; lies 2.Kor.5,11.20; Hes.3,17; 33,9). Worüber sprechen wir mit Menschen, denen wir begegnen und die keine persönliche Beziehung zu Jesus haben? Haben wir den Mut, sie auf ihren verlorenen Zustand anzusprechen, ihnen aber gleichzeitig die Kraft der rettenden Liebe Jesu zu zeigen? Wir sollten um das rechte Wort beten, das wie ein Schlüssel die Herzen öffnet. "Tue deinen Mund weit auf, lass mich ihn füllen" (Ps.81,11; 51,17).
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