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nächsten Text: Das Annehmen unserer Umstände vorherigen Text: Big Brother Archiv Datum: Montag, 12.03.2001 Bibelstelle: Philipper 1,12-14; Jesaja 55,8.9 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Meine Umstände - wie gehe ich damit um? Philipperbrief 1,12 Ich lasse euch aber wissen, liebe Brüder: Wie es um mich steht, das ist nur mehr zur Förderung des Evangeliums geraten. 1,13 Denn daß ich meine Fesseln für Christus trage, das ist im ganzen Prätorium und bei allen andern offenbar geworden, 1,14 und die meisten Brüder in dem Herrn haben durch meine Gefangenschaft Zuversicht gewonnen und sind um so kühner geworden, das Wort zu reden ohne Scheu. Jesaja 55,8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, 55,9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Angeregt durch die Aussage des Apostels über seine Umstände, wollen wir uns mit einigen Punkten beschäftigen, die hilfreich sein können für unser Verhalten in unseren persönlichen Umständen. Wenn wir von den "Umständen" reden, geschieht es meist mit einem negativen Unterton: schwierige Situationen, belastende Verhält-nisse, ein schlechtes Milieu, eine einengende und krankmachende Umgebung, einfach hinderliche und unerquickliche Umstände. Wenn es aber heißt: "Meine Umstände", dann geht es um ganz Persönliches, Indi-viduelles. Und die Frage lautet: Haben die Umstände Macht über mich? Bin ich ihnen ausgeliefert? Welchen Sinn haben sie? Sind sie ein Zufallsergebnis? A.und W.Matthews schreiben von ihren Erfahrungen in China: "In den Ausweglosigkeiten des Lebens findet man den Frieden nicht, indem man gegen die Umstände kämpft oder ihnen zu entfliehen sucht, sondern indem man alles, was kommt, annimmt als den guten und vollkommenen Willen Gottes. Der allein weise Gott hat dies erwählt, weil es am geeignetsten ist, um seine Ziele mit uns zu erreichen... Die Gewitterwolken, die wir so gefürchtet hatten, wandelten sich in Segnungen. Jetzt geht es uns wieder neu darum, dass sein Wille geschehe im Himmel und auf Erden." (Lies Dan.3,13-28; Ps.86,11.) So konnte auch Paulus aus dem Gefängnis in Rom schreiben: "Meine Umstände dienen zur Förderung des Evangeliums." Wir hätten den Philipperbrief nicht, wenn der Apostel nicht seiner Freiheit beraubt worden wäre. Der Weg in die Enge wurde ein Weg in die Weite. Ohne diese Behinderung hätte Paulus nur zu einem ver-hältnismäßig kleinen Kreis von Zeitgenossen geredet. Durch seine Briefe aus der Gefangenschaft redet er durch viele Jahrhunderte hindurch zu ungezählten Menschen auf der ganzen Erde. (Lies Jer.29,11; 2.Kor.4,8-10; Apg.28,16-24.30.31.)
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