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nächsten Text: Umstände, die uns durch die Bosheit anderer bereitet werden vorherigen Text: Alle Dinge sollen den Christen zum Besten dienen Archiv Datum: Freitag, 16.03.2001 Bibelstelle: Esther 4,1-17; Römer 12,1.2 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: In allen Umständen Gott zur Verfügung sein Esther 4,1 Als Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, zerriß er seine Kleider und legte den Sack an und tat Asche aufs Haupt und ging hinaus mitten in die Stadt und schrie laut klagend 4,2 und kam bis vor das Tor des Königs; denn es durfte niemand in das Tor des Königs eintreten, der einen Sack anhatte. 4,3 Und in allen Ländern, wohin des Königs Wort und Gebot gelangte, war ein großes Klagen unter den Juden, und viele fasteten, weinten, trugen Leid und lagen in Sack und Asche. 4,4 Da kamen die Dienerinnen Esters und ihre Kämmerer und erzählten ihr davon. Da erschrak die Königin sehr. Und sie sandte Kleider, daß Mordechai sie anzöge und den Sack ablegte; er aber nahm sie nicht an. 4,5 Da rief Ester Hatach, einen von des Königs Kämmerern, der ihr diente, und gab ihm Befehl wegen Mordechai, um zu erfahren, was das sei und warum er so tue. 4,6 Da ging Hatach hinaus zu Mordechai auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs war. 4,7 Und Mordechai sagte ihm alles, was ihm begegnet war, auch die Summe des Silbers, das Haman versprochen hatte in des Königs Schatzkammer darzuwägen, wenn die Juden vertilgt würden, 4,8 und gab ihm eine Abschrift des Gesetzes, das in Susa angeschlagen war, sie zu vertilgen, damit er's Ester zeige und es ihr sage und ihr gebiete, daß sie zum König hineingehe und zu ihm flehe und bei ihm Fürbitte tue für ihr Volk. 4,9 Und als Hatach hineinkam und Ester die Worte Mordechais sagte, 4,10 sprach Ester zu Hatach und gebot ihm, Mordechai zu sagen: 4,11 Es wissen alle Großen des Königs und das Volk in den Ländern des Königs, daß jeder, der ungerufen zum König hineingeht in den inneren Hof, Mann oder Weib, nach dem Gesetz sterben muß, es sei denn, der König strecke das goldene Zepter gegen ihn aus, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit dreißig Tagen nicht gerufen worden, zum König hineinzukommen. 4,12 Und als Esters Worte Mordechai gesagt wurden, 4,13 ließ Mordechai Ester antworten: Denke nicht, daß du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist, du allein von allen Juden. 4,14 Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, so wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden erstehen, du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist? 4,15 Ester ließ Mordechai antworten: 4,16 So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet für mich, daß ihr nicht eßt und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht. Auch ich und meine Dienerinnen wollen so fasten. Und dann will ich zum König hineingehen entgegen dem Gesetz. Komme ich um, so komme ich um. 4,17 Mordechai ging hin und tat alles, was ihm Ester geboten hatte. Römerbrief 12,1 Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 12,2 Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Was waren es für außergewöhnliche Umstände, in die das jüdische Mädchen Ester am persischen Hof ver-setzt wurde? "Ester fand Gnade und Gunst vor dem König, und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin." Lebensbedrohend wurde ihre Si-tuation, als der König die Ausrottung der Juden anordnen ließ, weil Haman sich an Mordechai rächen wollte (Est.3,7-15). Nun war Ester gefragt, sich in besonderer Weise für ihr Volk zu verwenden. Ihr Onkel Mordechai forderte von ihr, beim König um das Leben der Juden zu bitten: "Bilde dir ja nicht ein, dass du von allen Juden allein entrinnen wirst, weil du in des Königs Haus bist. Denn wenn du unter diesen Um-ständen schweigst, so wird den Juden von einer anderen Seite her Trost und Rettung erstehen, du aber und deines Vaters Haus werden umkom-men. Und wer weiß, ob du nicht um dieser Umstände willen zum Königtum ge-kommen bist?" Diese Worte ihres Onkels enthielten eine besondere Herausforderung: Ester musste sich zu ihrem Volk bekennen und damit ihr Leben riskieren. Sie bekam diesen Auftrag für ihr Volk, den ihr niemand abnehmen konnte, kein anderer hätte ihn ausführen können. Sie zögerte nicht und ließ Mordechai sagen: "Ich will zum König hineingehen, wiewohl es nicht nach dem Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um!" Ihre Bitte an Mordechai war, alle Juden, die in Susa lebten, zu versammeln, um für sie zu beten und mit ihr zu fasten. Wir wollen uns prüfen, wie wir uns in gefahrvollen Umständen verhalten, wenn wir nicht wissen, wie die Sache für uns ausgehen wird. Sind wir bereit, uns Gott zur Verfügung zu stellen? Können wir betend und vertrauend sprechen: "Er tue mit mir, was ihm wohlgefällt"? (Lies Matth.16,24-27; Apg.20,24; 21,13; 2.Tim.2,3-5.)
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