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21.03. Wahre Freude kann von erschütternden Umständen nicht ausgelöscht werden

20.03. Erwartungsvoll in den Tag schwieriger Umstände hineingehen

19.03. Aufreibende Umstände

18.03. Die Umstände unseres Lebens haben von Gott her ein Ziel

17.03. Umstände, die uns durch die Bosheit anderer bereitet werden

16.03. In allen Umständen Gott zur Verfügung sein

15.03. Alle Dinge sollen den Christen zum Besten dienen

14.03. Gott macht keine Fehler
 
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Datum: Samstag, 17.03.2001
Bibelstelle: 1.Mose 37,4.11a.18-20.28; 39,1-23
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Umstände, die uns durch die Bosheit anderer bereitet werden



1.Mose


37,4 Als nun seine Brüder sahen, daß ihn ihr Vater lieber hatte als alle seine Brüder, wurden sie ihm feind und konnten ihm kein freundliches Wort sagen.


37,11 Und seine Brüder wurden neidisch auf ihn.


37,18 Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er nahe zu ihnen kam, machten sie einen Anschlag, daß sie ihn töteten,


37,19 und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher!


37,20 So kommt nun und laßt uns ihn töten und in eine Grube werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen; so wird man sehen, was seine Träume sind.


37,28 Als aber die midianitischen Kaufleute vorüberkamen, zogen sie ihn heraus aus der Grube und verkauften ihn um zwanzig Silberstücke den Ismaelitern; die brachten ihn nach Ägypten.


39,1 Josef wurde hinab nach Ägypten geführt, und Potifar, ein ägyptischer Mann, des Pharao Kämmerer und Oberster der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabgebracht hatten.


39,2 Und der HERR war mit Josef, so daß er ein Mann wurde, dem alles glückte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause.


39,3 Und sein Herr sah, daß der HERR mit ihm war; denn alles, was er tat, das ließ der HERR in seiner Hand glücken,


39,4 so daß er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener wurde. Der setzte ihn über sein Haus; und alles, was er hatte, tat er unter seine Hände.


39,5 Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der HERR des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des HERRN in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde.


39,6 Darum ließ er alles unter Josefs Händen, was er hatte, und kümmerte sich, da er ihn hatte, um nichts außer um das, was er aß und trank. Und Josef war schön an Gestalt und hübsch von Angesicht.


39,7 Und es begab sich danach, daß seines Herrn Frau ihre Augen auf Josef warf und sprach: Lege dich zu mir!


39,8 Er weigerte sich aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr kümmert sich, da er mich hat, um nichts, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er unter meine Hände getan;


39,9 er ist in diesem Hause nicht größer als ich, und er hat mir nichts vorenthalten außer dir, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sündigen?


39,10 Und sie bedrängte Josef mit solchen Worten täglich. Aber er gehorchte ihr nicht, daß er sich zu ihr legte und bei ihr wäre.


39,11 Es begab sich eines Tages, daß Josef in das Haus ging, seine Arbeit zu tun, und kein Mensch vom Gesinde des Hauses war dabei.


39,12 Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Lege dich zu mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.


39,13 Als sie nun sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh,


39,14 rief sie das Gesinde ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, er hat uns den hebräischen Mann hergebracht, daß der seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte sich zu mir legen; aber ich rief mit lauter Stimme.


39,15 Und als er hörte, daß ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus.


39,16 Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heimkam,


39,17 und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hergebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben.


39,18 Als ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus.


39,19 Als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie ihm sagte und sprach: So hat dein Knecht an mir getan, wurde er sehr zornig.


39,20 Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefängnis, in dem des Königs Gefangene waren. Und er lag allda im Gefängnis.


39,21 Aber der HERR war mit ihm und neigte die Herzen zu ihm und ließ ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis,


39,22 so daß er ihm alle Gefangenen im Gefängnis unter seine Hand gab und alles, was dort geschah, durch ihn geschehen mußte.


39,23 Der Amtmann über das Gefängnis kümmerte sich um nichts; denn der HERR war mit Josef, und was er tat, dazu gab der HERR Glück.




Auf Josefs Lebensweg begegneten ihm viele Menschen, die ihm Leiden zufügten. Am Anfang waren es die neidischen Brüder, die ihn aus Hass in die Zisterne warfen. Dann kamen die midianitischen Kaufleute, an die er um zwanzig Silberstücke verkauft wurde. Sie wiederum verkauften ihn mit Gewinn in Ägypten. Im Haus des Potifar war es die Frau des Hauses, die ihn verführen wollte. Als Josef sich wehrte, machte sie falsche Aussagen und Josef kam ins Gefängnis. Dort begegnete er dem Mund-schenk, der ihn trotz seiner Versprechungen nach seiner Freilassung vergaß. Vielen Menschen hätte Josef die Schuld an den widrigen Umständen seiner Lebensführung zuschieben können. Zu allererst seinen Brüdern. Doch gerade ihnen bezeugt er: "Nicht ihr habt mich hierher gebracht, sondern Gott." (Lies 1.Mose 45,5-8; 50,20.) Josef lebte unter Gott, und diese Überzeugung prägte sein Leben. Der Blick auf den lebendigen Gott stärkte ihn, in den schwierigsten Umständen der Sünde zu widerstehen (1.Mose 39,9). Seine innere Verbindung mit Gott half ihm, nicht verbittert zu werden und nicht nachzutragen. In den schweren Führungen suchte er nicht den Schuldigen, sondern bejahte Gottes Weg mit ihm: "Gott hat mich wachsen lassen, er hat mich fruchtbar gemacht im Land meines Elends." Das Wissen: nicht Menschen bestimmen über mich, sondern es ist Gottes Hand, die mich formt, gibt Geborgenheit und Frieden. (Lies 1.Mose 41,51.52.) "Aber ich vertraue auf dich, o Herr; ich habe gesagt: Du bist mein Gott! In deiner Hand sind meine Zeiten." "Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden, denn er verlässt sich auf dich. Darum verlasst euch auf den Herrn immerdar; denn Gott, der Herr, ist ein Fels ewiglich!" (Vgl.Jer.18,1-6; 2.Sam.16,7-14; Ps.56,4.5.)




 

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