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nächsten Text: Bin ich ein Christ, oder bin ich nur religiös? vorherigen Text: Die einzige Brücke über den Sund Archiv Datum: Donnerstag, 05.04.2001 Bibelstelle: Psalm 63,1-9; Hebräer 4,16 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Herr, bleibe bei uns, denn es will Tag werden Psalter 63,1 EIN PSALM DAVIDS, ALS ER IN DER WÜSTE JUDA WAR. 63,2 Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. 63,3 So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit. 63,4 Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich. 63,5 So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. 63,6 Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann; 63,7 wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach. 63,8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. 63,9 Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich. Hebräerbrief 4,16 Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben. "Freue dich nicht über mich, meine Feindin!" Paul Humburg schreibt: "Wir sind oft zerstreut, und darüber wird das Gebetsleben vernachlässigt. Der Feind stellt uns diesen Umgang mit Gott als lästig, als am ehesten entbehrlich dar. Auch Kinder Gottes werden immer wieder einen Grund finden gegen dieses Stillesein vor Gott, das doch, wenn wir uns erst dazu durchgerungen haben, unsere tiefste und seligste Freude ist. 'Du zeigst mir den Weg zum Leben. Deine Nähe erfüllt mich mit Freude; aus deiner Hand kommt ewiges Glück. Fülle von Freude ist vor deinem Angesicht' (Ps.16,11). Wir müssen uns jeden Tag die Stille für unser Gebetsleben erobern. Daniel betete dreimal. Wichtig ist besonders die Morgenstunde. Ist der Anbruch des Tages heilig, so ist der ganze Tag heilig! Morgens in der Frühe wurde das Manna gesammelt. (Lies 2.Mose 16,7.8.12-15.21; Ps.46,6.) Der Tag liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt. Herr, schreibe du darauf die ersten Buchstaben! ... Sollen wir nicht, wenn wir in der Frühe erwachen und die Sorgen wie große Wasserwogen auf uns zurauschen, zuerst den Blick auf den Herrn richten und das Gebet der Emmausjünger für uns so umwandeln: 'Herr, bleibe bei uns, denn es will Tag werden!'?" - Lasst uns in den Tag gehen mit der Freude, dass Gott gesagt hat: "Siehe, ich komme und will bei dir wohnen!" Ohne ihn wäre für manchen von uns kein Lebensmut, keine Lebenskraft. Aber das ist eine unbestreitbare Tatsache: Jesus ist gekommen, und damit haben wir die Möglichkeit zum Vertrauen, zum Erfahren seiner Hilfe und zur Freude. "Ich will mich freuen und in dir frohlocken, ich will deinen Namen besingen, du Höchster, - darüber, dass meine Feinde zurückweichen, dass sie fallen und umkommen vor deinem Angesicht" (Ps.9,3.4; lies Ps.5,12; 89,16.17; Röm.15,13).
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