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Datum: Montag, 09.04.2001
Bibelstelle: Johannes 12,1.12.13.20-33; Jesaja 53,10-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Jesu letzte Woche auf Erden II



Johannesevangelium


12,1 Sechs Tage vor dem Passafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den Jesus auferweckt hatte von den Toten


12,12 Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, daß Jesus nach Jerusalem käme,


12,13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel!


12,20 Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest.


12,21 Die traten zu Philippus, der von Betsaida aus Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollten Jesus gerne sehen.


12,22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagen's Jesus weiter.


12,23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht werde.


12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.


12,25 Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt haßt, der wird's erhalten zum ewigen Leben.


12,26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.


12,27 Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.


12,28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.


12,29 Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet.


12,30 Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern


um euretwillen.


12,31 Jetzt ergeht das Gericht über diese Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen werden.


12,32 Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.


12,33 Das sagte er aber, um anzuzeigen, welchen Todes er sterben würde.




Jesaja


53,10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.


53,11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.


53,12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.




Die Zeit der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu kam heran, rückte immer näher. Nur Jesus wusste darum. "Sechs Tage vor Ostern kam Jesus nach Jerusalem... Die Menschen freuten sich, dass Jesus kam." An diesem Tag wandten sich einige Griechen an die Jünger, weil sie Jesus sehen wollten. Bei dieser Begegnung sprach Jesus offen aus, was ihm bevorstand: "Die Zeit ist gekommen, dass des Menschen Sohn verherrlicht wird. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, so bringt es viel Frucht." Im Gleichnis vom Sämann hatte Jesus vom ausgestreuten Weizen gesprochen. Nun legte er dieses Bild aus: Er selbst ist das Weizenkorn, das sterben muss. Noch jubelte die Menge Jesus zu, er aber blickte auf die Stunde des Opfers, auf die sein Leben zulief. "Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Nein, darum bin ich in diese Stunde gekommen: Vater, verherrliche deinen Namen!" Jesu Gebet wurde vom Himmel her beantwortet. Wie damals bei der Taufe kam eine Stimme vom Himmel. Die Menge dachte, es habe gedonnert. Doch Jesus deutete ihnen die Stimme: "Jetzt geht das Gericht über die Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen. Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen." Der Tod des Weizenkorns, das heißt, Jesu Leiden und Sterben war in Wirklichkeit die Erhöhung Jesu und die Verherrlichung des Vaters. (Lies Joh.13,31;17,1.4.5.) Im Leben der Nachfolger Jesu ist es ebenso: Je mehr wir in die "kleinen Tode" einwilligen, je mehr wir Selbstverleugnung üben, desto mehr wird der Vater durch uns verherrlicht. "Ihr seid teuer erkauft, darum preist Gott mit eurem Leibe!" (Lies Joh.15,1.2.8; Röm.15,5-7; Matth.5,16.)




 

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