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nächsten Text: Gute Werke als Blankoscheck für den Himmel? vorherigen Text: Kann ein Christ aus der Gnade Gottes wieder herausfallen? Archiv Datum: Mittwoch, 11.04.2001 Bibelstelle: Markus 14,41-50; Psalm 55,13-15 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Treu bis in den Tod Markus-Evangelium 14,41 Und er kam zum dritten Mal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist gekommen. Siehe, der Menschensohn wird überantwortet in die Hände der Sünder. 14,42 Steht auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich verrät, ist nahe. 14,43 Und alsbald, während er noch redete, kam herzu Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und Ältesten. 14,44 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift und führt ihn sicher ab. 14,45 Und als er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach: Rabbi! und küßte ihn. 14,46 Die aber legten Hand an ihn und ergriffen ihn. 14,47 Einer aber von denen, die dabeistanden, zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab. 14,48 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. 14,49 Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Aber so muß die Schrift erfüllt werden. 14,50 Da verließen ihn alle und flohen. Psalter 55,13 Wenn mein Feind mich schmähte, wollte ich es ertragen; wenn einer, der mich haßt, groß tut wider mich, wollte ich mich vor ihm verbergen. 55,14 Aber nun bist du es, mein Gefährte, mein Freund und mein Vertrauter, 55,15 die wir freundlich miteinander waren, die wir in Gottes Haus gingen inmitten der Menge! Obwohl Jesus als Herr und Herzenskündiger die Motive des Judas durchschaut hatte, muss ihn die bittere Wahrheit in der Stunde des Verrats erschüttert haben. Einer, der seine Liebe und sein Vertrauen erlebt hatte, wie alle anderen, verriet ihn. Fremde Menschen waren ihm plötzlich näher. "Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot mit mir aß, tritt mich mit Füßen" (Ps.41,10; Joh.13,21). Judas hatte mit den Fremden, die ihn begleiteten, ein Zeichen ausgemacht: "Welchen ich küssen werde, der ist's, den greift und führt ihn sicher hinweg. Und da er kam, trat er alsbald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi! und küsste ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen?" (Matth.26,47-50). "Mein Freund" - dieses Wort Jesu in einer solchen Stunde! Dass Jesus nicht an sich dachte, nur an den "Freund" - das ist bewegend. War es noch einmal ein Anruf, ein Werben um Judas? "Auch jetzt noch, spricht der Herr, kehrt um zu mir von ganzem Herzen" (Joel 2,12.13; Hes.33,11). In der Stunde größter Verlassenheit - die Jünger flohen alle - bleibt Jesus entschlossen, sein Leben für seine Freunde und seine Feinde zu geben. Von seiner Macht, Legionen von Engeln zu erbitten, machte er keinen Gebrauch. Die Schrift hätte sich sonst nicht erfüllt, und unsere Rettung wäre unmöglich geworden. An Jesus sehen wir, was Liebe ist. "Daran haben wir die Liebe erkannt, dass er sein Leben für uns gegeben hat." "Christus hat sich selbst geopfert, um uns von aller Ungerechtigkeit loszukaufen." Was kann uns fester an ihn binden als diese unvergleichliche Liebe! (1.Joh.3,16a; Tit.2,14; lies Joh.10,11; 15,13). Herr Jesu, deine Angst und Pein und dein betrübtes Leiden lass mir vor Augen allzeit sein, die Sünde zu vermeiden. Lass mich an deine große Not und deinen herben, bittern Tod, solang ich lebe, denken. T.Clausnizer
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