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nächsten Text: Der Tod ist verschlungen in dem Sieg II vorherigen Text: Gute Werke als Blankoscheck für den Himmel? Archiv Datum: Freitag, 13.04.2001 Bibelstelle: Markus 15,1-38; Jesaja 50,6 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der Tod ist verschlungen in dem Sieg I Markusevangelium 15,1 Und alsbald am Morgen hielten die Hohenpriester Rat mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat, und sie banden Jesus, führten ihn ab und überantworteten ihn Pilatus. 15,2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es. 15,3 Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart. 15,4 Pilatus aber fragte ihn abermals: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen! 15,5 Jesus aber antwortete nichts mehr, so daß sich Pilatus verwunderte. 15,6 Er pflegte ihnen aber zum Fest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie erbaten. 15,7 Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrührern, die beim Aufruhr einen Mord begangen hatten. 15,8 Und das Volk ging hinauf und bat, daß er tue, wie er zu tun pflegte. 15,9 Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe? 15,10 Denn er erkannte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. 15,11 Aber die Hohenpriester reizten das Volk auf, daß er ihnen viel lieber den Barabbas losgebe. 15,12 Pilatus aber fing wiederum an und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich tue mit dem, den ihr den König der Juden nennt? 15,13 Sie schrien abermals: Kreuzige ihn! 15,14 Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Aber sie schrien noch viel mehr: Kreuzige ihn! 15,15 Pilatus aber wollte dem Volk zu Willen sein und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt werde. 15,16 Die Soldaten aber führten ihn hinein in den Palast, das ist ins Prätorium, und riefen die ganze Abteilung zusammen 15,17 und zogen ihm einen Purpurmantel an und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm auf 15,18 und fingen an, ihn zu grüßen: Gegrüßet seist du, der Juden König! 15,19 Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spieen ihn an und fielen auf die Knie und huldigten ihm. 15,20 Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpurmantel aus und zogen ihm seine Kleider an. Und sie führten ihn hinaus, daß sie ihn kreuzigten. 15,21 Und zwangen einen, der vorüberging, mit Namen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater des Alexander und des Rufus, daß er ihm das Kreuz trage. 15,22 Und sie brachten ihn zu der Stätte Golgatha, das heißt übersetzt: Schädelstätte. 15,23 Und sie gaben ihm Myrrhe in Wein zu trinken; aber er nahm's nicht. 15,24 Und sie kreuzigten ihn. Und sie teilten seine Kleider und warfen das Los, wer was bekommen solle. 15,25 Und es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten. 15,26 Und es stand über ihm geschrieben, welche Schuld man ihm gab, nämlich: Der König der Juden. 15,27 Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. 15,28 Da wurde die Schrift erfüllt: Er ist zu den Übeltätern gerechnet worden. Und die vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Ha, der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, 15,29 hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz! 15,30 Desgleichen verspotteten ihn auch die Hohenpriester untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen. 15,31 Ist er der Christus, der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz, damit wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn auch. 15,32 Und zur sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. 15,33 Und zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 15,34 Und einige, die dabeistanden, als sie das hörten, sprachen sie: Siehe, er ruft den Elia. 15,35 Da lief einer und füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, laßt sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme! 15,36 Aber Jesus schrie laut und verschied. 15,37 Und der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von oben an bis unten aus. 15,38 Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, daß er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen! Jesaja 50,6 Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Der Tag der Kreuzigung war da. Die Stunden des Kreuzesleidens Jesu, zu denen Jesus vom Vater ausgegangen war, sind uns genau überliefert. "Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten... Und um die sechste Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" In den Stunden des Verlassenseins vom Vater, den Stunden des Gerichts um unserer Sünde willen, im tiefsten Leiden, spricht Jesus zum Vater und bittet ihn inständig für die Menschen, die ihn kreuzigten: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" (Luk.23,34). Selbst in den Stunden seiner Leiden, die wir ihm verursachten, gab er die Liebe zu uns nie auf. "Denn Christus ist ja zu der Zeit, da wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. Gott aber erweist seine Liebe gegen uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren" (Röm.5,6-8). Das trug Paulus beständig in seinem Herzen: "Christus hat mich geliebt und sich selbst an meiner Stelle dahingegeben!" (Lies Gal.3,13; 1.Petr.1,18.19; 1.Joh.3,5.) Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der du dich für mich gegeben in die tiefste Seelennot, in das äußerste Verderben, nur dass ich nicht möchte sterben: tausend-, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für die gesamte Not: für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod; für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. E.C.Homburg
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