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Archiv



Datum: Dienstag, 17.04.2001
Bibelstelle: Markus 16,1-4; Römer 3,23-26
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der Stein - eine Scheidewand



Markus-Evangelium


16,1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.


16,2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.


16,3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?


16,4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, daß der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.




Römerbrief


3,23 sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten,


3,24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.


3,25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher


3,26 begangen wurden in der Zeit seiner Geduld, um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, daß er selbst gerecht ist und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.




Der Felsbrocken vor dem Grab war für die Frauen nicht nur eine Last, die über ihre Kräfte ging, er war wie eine Scheidewand, die sie von Jesus trennte. Wie ein unüberwindbares Hindernis lag er zwischen ihnen und Jesus. Dieses Steines wegen konnten sie nicht zum Heiland kommen. Geht es nicht manchen Menschen unserer Zeit ebenso? Sie möchten zu Jesus kommen und seinem Wort glauben. Sie sehnen sich nach Heil und Vergebung von Schuld, nach einem Neuanfang und tiefem Herzensfrieden. Mit Recht empfinden sie eine Trennwand zwischen sich und Jesus. Jesaja beschreibt diese Scheidewand: "Eure Schuld scheidet euch von Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch." (Lies Jes.59,1.2; 5.Mose 31,18; Jos.7,10.11; Micha 3,4.) Bei manchem steht nicht nur ein Felsbrocken im Weg, sondern ein Berg von Schuld und Sünde, der ihn von Jesus trennt. Die Osterbotschaft lautet: Gott, der Vater, hat das Opfer Jesu, seinen Tod am Kreuz, als Lösegeld für unsere Schuld angenommen. Damit ist die trennende Wand zwischen Gott und uns niedergerissen. Der Gemeinde in Kolossä teilte Paulus diese herrliche Tatsache mit: "Gott hat euch mit Christus in Verbindung gebracht und dadurch zu einem ganz neuen Leben erweckt, indem er euch gleichzeitig all eure Schuld vergeben hat. Er hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, eingelöst und auf ewig vernichtet, indem er ihn ans Kreuz nagelte" (Kol.2,13.14). Seit Karfreitag und Ostern ist die trennende Wand durchbrochen. Als Glaubende können wir bezeugen:




In deines Grabes Staube liegt unsre Schuld bedeckt,


und froh bekennt der Glaube, dass uns kein Fels mehr schreckt.




Auch kann uns nichts mehr scheiden von deiner Liebe, Herr,


nicht Not, nicht Kampf, nicht Leiden. O dir sei Preis und Ehr!


J.A.von Poseck






 

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