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nächsten Text: Die Jünger in Jerusalem I vorherigen Text: Die Siegesfanfare am Grabe Jesu Archiv Datum: Freitag, 20.04.2001 Bibelstelle: Lukas 24,13-35; Matthäus 16,21 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Zwei enttäuschte, traurige Jünger unterwegs Lukas-Evangelium 24,13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus. 24,14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 24,15 Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 24,16 Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten. 24,17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. 24,18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 24,19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk; 24,20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. 24,21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß dies geschehen ist. 24,22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, 24,23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. 24,24 Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. 24,25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! 24,26 Mußte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 24,27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war. 24,28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. 24,29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. 24,30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. 24,31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 24,32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? 24,33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; 24,34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen. 24,35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach. Matthäus-Evangelium 16,21 Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, wie er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen. Wie gut können wir die beiden Jünger verstehen, deren Lebensideal zerbrochen war, die nur noch vor ungelösten Fragen standen und mit zerstörten Hoffnungen fertig werden mussten. Dabei hatte alles so verheißungsvoll begonnen, als sie Jesus begegneten und er sie in die Nachfolge rief. Er hatte ihrem Leben Sinn und eine neue Ausrichtung gegeben. In Worten und Taten hatte er "seine Macht erwiesen", und sie hatten "gehofft, er werde Israel erlösen" (V.19.21). Keine Hoffnung und kein Ziel zu haben, wofür es sich zu leben lohnt, ist schon schwer. Aber noch schwerer ist es, wenn eine Hoffnung von einem Tag auf den anderen zerbricht, weil der Hoffnungsträger stirbt, auf den man alles setzte. So war es diesen Männern ergangen. Deshalb sahen sie keinen anderen Weg, als in ihr altes Leben zurückzukehren. (Lies Spr.14,12; Ps.86,11.) "Als sie sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus." Obwohl er direkt zu ihnen trat, erkannten sie ihn nicht. Es ist erstaunlich, dass sie mit einem Fremden über alles für sie Unfassbare redeten und die Enttäuschung, die ihr Herz füllte, offen vor ihm aussprachen: die Frauen seien am Grab gewesen, hätten aber den Leib Jesu nicht gefunden und von den Engeln erfahren, dass ihr Herr lebte. Die Botschaft der Auferstehung hatten sie gehört, aber noch waren ihre Herzen verdüstert, das Licht der Auferstehung leuchtete ihnen noch nicht. Wie hinter dicken Wolken aus Mutlosigkeit und Verzagtheit blieb es verborgen. (Vgl.Mark.16,9-11; 2.Kor.4,4.) Als der Unbekannte die Schrift auslegte, in der schon bei den Propheten von Jesu Leiden, Tod und Auferstehung berichtet wird, da ging ihnen das Herz auf. Als sie ihn erkannten, schwanden Mutlosigkeit und Müdigkeit, sie machten sich auf den Weg, um mit den anderen Jüngern die Freude zu teilen, "dass Jesus mit ihnen geredet und ihnen die Schrift geöffnet hatte". (Lies Ps.94,19; Röm.15,4; 2.Tim.3,16.17.)
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