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nächsten Text: Begegnung mit dem Auferstandenen vorherigen Text: Die Jünger in Jerusalem I Archiv Datum: Sonntag, 22.04.2001 Bibelstelle: Johannes 20,24-31; Psalm 103,13.14 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Die Jünger in Jerusalem II Johannes-Evangelium 20,24 Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 20,25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben. 20,26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch! 20,27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 20,28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 20,29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! 20,30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. 20,31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. Psalter 103,13 Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten. 103,14 Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er gedenkt daran, daß wir Staub sind. Thomas, auch einer der Zwölf, war nicht bei den Jüngern, als Jesus kam. Da sagten sie zu ihm: "Wir haben den Herrn gesehen..." Diese herrliche Botschaft konnte Thomas nicht ohne weiteres glauben. Er brauchte einen Beweis, denn Glauben und Unglauben kämpften in ihm. Wohl konnten die anderen Jünger die Botschaft von der Auferstehung zuerst ebenso wenig glauben (Luk.24,11). Darin unterschieden sie sich nicht von Thomas. Aber Thomas entfernte sich aus der Gemeinschaft. Er trauerte nicht nur, er isolierte sich durch Unglauben und Zweifel, sodass er nicht da war, als Jesus "durch die verschlossenen Türen" zu den Jüngern trat. Als er die Freude sah und vom Erleben der Jünger hörte, beharrte er im Trotz und in der Traurigkeit, die Auferstehungsfreude erreichte ihn nicht. Kennen wir eine solche Haltung? "Jesus sprach zu Marta: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glauben würdest, dann würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?" (Joh.11,40; lies Jes.50,10; Klagel.3,21.22). Aber Thomas kehrte wieder in den Jüngerkreis zurück: "Nach acht Tagen ... kam Jesus zu ihnen ... Und er sprach zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig." Thomas erkannte, dass Jesus seine verzweifelten Worte gehört hatte (Ps.139,1-4). Über das tiefe Erbarmen und die persönliche Liebe Jesu zu ihm konnte er nur staunen. Anstatt ihn abzuschieben, kam Jesus ihm entgegen. "Er geht auf seine besonders schwere und komplizierte Art und auf seine Schwierigkeiten geduldig ein. Wie verschieden die Jünger auch waren, er behandelte sie individuell. Thomas, der einen 'handgreiflichen Beweis' brauchte, schalt er nicht, sondern begegnete ihm in Liebe" (W.Lüthi). Jesu Seelsorge überwand Thomas. Auf seine Anrede konnte er nur antworten: "Mein Herr und mein Gott!" (Lies Hiob 33,27.28; Ps.18,2.3.29.)
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