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Datum: Montag, 23.04.2001
Bibelstelle: Johannes 21,1-17; Psalm 37,5.7a
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Begegnung mit dem Auferstandenen



Johannes-Evangelium


21,1 Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber so:


21,2 Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger.


21,3 Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will fischen gehen. Sie sprechen zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts.


21,4 Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war.


21,5 Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.


21,6 Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.


21,7 Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, daß es der Herr war, gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich ins Wasser.


21,8 Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen.


21,9 Als sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer und Fische darauf und Brot.


21,10 Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!


21,11 Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriß doch das Netz nicht.


21,12 Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wußten, daß es der Herr war.


21,13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch die Fische.


21,14 Das ist nun das dritte Mal, daß Jesus den Jüngern offenbart wurde, nachdem er von den Toten auferstanden war.


21,15 Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer!


21,16 Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!


21,17 Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!




Psalm 37,5.7a


37,5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen


37,7a Sei stille dem HERRN und warte auf ihn.




Die Frauen hatten den Jüngern ausgerichtet, dass Jesus sie in Galiläa treffen wollte. Nun warteten sie auf die Erfüllung seines Versprechens. Aber warten fällt uns meistens schwer. "Ich will fischen gehen", sagte Simon Petrus. Was trieb ihn dazu? Wurde ihm die Zeit des Nichtstuns zu lang? "Die anderen gingen mit. In jener Nacht fingen sie nichts." Vielleicht erinnerte sich Petrus an die ähnliche Erfahrung vor seiner Berufung. (Lies Luk.5,1-11; Ps.27,14; Hab.2,3.) "Wie oft gleicht unser Leben einer fruchtlosen Nacht. Wie viele Dinge beschäftigen uns, und doch kommt es auf den Einen, auf Jesus, an. 'Ohne mich könnt ihr nichts tun!' Ja, ohne ihn bleiben die Jünger unversorgt, ohne ihn werden sie keine Menschenfischer" (G.Maier). Auch diesmal nach seiner Auferstehung gab der Herr seinen Jüngern eine Chance: "Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden." Wie Jesus es ihnen sagte, so handelten sie. Mit einer reichen Beute kehrten sie zurück. Am Ufer empfing der Herr sie nicht mit einem Tadel, weil sie ohne ihn und ohne seine Weisung hinausgefahren waren. Im Gegenteil: Das Kohlenfeuer brannte bereits, Fische und Brot lagen darauf, um die Jünger mit einem warmen Essen zu stärken. So sorgt Jesus für die Seinen, die im Dienst für ihn stehen. (Lies Ps.145,18.19; Matth.6,31-34.) Nach dem Frühstück wandte sich Jesus mit einer sehr persönlichen Frage - und doch vor den Ohren der anderen - an Petrus: "Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?" Diese Frage richtete Jesus dreimal an ihn. Dem dreimaligen Verleugnen wurde die dreimalige Prüfung nicht erspart. Der klaren Beauftragung Jesu "Weide meine Schafe" musste die Buße als notwendiger Schritt vorausgehen. (Lies 2.Chron.7,14; Jes.2,5; 54,7.8; 1.Petr.5,1-4.)






 

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