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30.04. Persönliches Vorbild sein und andere im Glauben stärken

29.04. Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn

28.04. Etwas vom Leben - oder das Leben haben?

27.04. ... dass Christus verherrlicht werde an meinem Leibe

26.04. Ein Christ hat niemals Grund, pessimistisch zu sein

25.04. Freude auf dunklen Wegstrecken?

24.04. Jesu universale Zielsetzung: Gehet hin und machet zu Jüngern!

23.04. Begegnung mit dem Auferstandenen
 
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Archiv



Datum: Donnerstag, 26.04.2001
Bibelstelle: Philipper 1,18-21; Psalm 118,14-17
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Ein Christ hat niemals Grund, pessimistisch zu sein



Philipperbrief


1,18 Was tut's aber? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich werde mich auch weiterhin freuen;


1,19 denn ich weiß, daß mir dies zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch den Beistand des Geistes Jesu Christi,


1,20 wie ich sehnlich warte und hoffe, daß ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern daß frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod.


1,21 Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.




Psalter


118,14 Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.


118,15 Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg!


118,16 Die Rechte des HERRN ist erhöht; die Rechte des HERRN behält den Sieg!


118,17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.




Für die große Freude, die Paulus erfüllte, nennt er drei Gründe. Der erste Grund liegt in der Gewissheit: "Denn ich weiß, dass mir dies alles zum Heil ausgehen wird" (V.19). Dabei wartete er auf den Prozess. Er konnte nicht mit einem Freispruch rechnen, vielmehr lebte er in der Ungewissheit, wie sein Prozess ausgehen würde. Dennoch blieb er voller Zuversicht, dass Gottes Plan mit ihm persönlich zur Erfüllung kam, ihm zum Besten. So konnte er getrost dem Urteil der römischen Machthaber entgegensehen. „Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ (Lies Ps.27,1-5; Jes.12,1.2; 25,9.) Von Paulus wollen wir lernen, in den Herausforderungen und Schwierigkeiten, in allem, was uns bedrängt und belastet, den Blick auf Jesus zu richten und daran festzuhalten, dass er über unserem Leben wacht und weiß, was "zu unserem Heil" dient. Aus diesem Wissen schöpfte Paulus Hoffnung, sodass er nicht pessimistisch in die Zukunft blickte. Er wollte sich freuen, selbst wenn die augenblicklichen Umstände die Freude zu zerstören suchten. Im weiteren Verlauf seines Briefes an die Philipper betont er nachdrücklich: „Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch, freut euch“ (Phil.3,1; 4,4.5). Paulus war realistisch genug, zu wissen, wie sehr er das Gebet, die Fürbitte der Gemeinde brauchte, um nicht zu verzagen und um Segen aus dieser schweren Zeit zu gewinnen. Der Gebetsrückhalt der Gemeinde trug ihn, und der Beistand des Heiligen Geistes stärkte ihn. Denn die Aufgabe des Heiligen Geistes ist es ja, zu trösten, zu leiten und in das Geheimnis bleibender Freude hineinzuführen. (Lies Joh.14,16.26; 16,13.14.) Bleibende Freude gibt es nur in Jesus. Paulus erlebte sie, und uns kann sie ebenfalls auf dunklen Wegstrecken erhalten bleiben.




 

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