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Datum: Montag, 30.04.2001
Bibelstelle: Philipper 1,21-26; Epheser 5,19.20
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Persönliches Vorbild sein und andere im Glauben stärken



Philipperbrief


1,21 Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.


1,22 Wenn ich aber weiterleben soll im Fleisch, so dient mir das dazu, mehr Frucht zu schaffen; und so weiß ich nicht, was ich wählen soll.


1,23 Denn es setzt mir beides hart zu: ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;


1,24 aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben, um euretwillen.


1,25 Und in solcher Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Förderung und zur Freude im Glauben,


1,26 damit euer Rühmen in Christus Jesus größer werde durch mich, wenn ich wieder zu euch komme.




Epheserbrief


5,19 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen


5,20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.




"Und in solcher Zuversicht weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Förderung und zur Freude im Glauben." Die Bedürfnisse der Gemeinde in Philippi schienen Paulus überzeugt zu haben, dass er nach Gottes Willen am Leben bleiben sollte, damit sein Dienst der Verkündigung des Evangeliums und der Vertiefung des Glaubens an Jesus weitergehen konnte. Mancher von uns wurde schon mit dem Sterben konfrontiert oder stand selber am Tor der Ewigkeit. Aus diesem Blickwinkel bekommt unser Leben ein anderes Gewicht. Vieles, was uns vorher sehr wichtig erschien, verliert an Bedeutung und wird unwesentlich. Dagegen tauchen Fragen auf, die zur Besinnung zwingen: Was habe ich aus meinem Leben gemacht? Wie will ich den Rest meines Lebens gestalten? Paulus will nur eines: die ihm von Gott geschenkte Zeit nützen, um andere zu ermutigen, dass sie im Glauben wachsen und dass sie die tiefe, bleibende Freude in der Gemeinschaft mit Jesus erleben. Ermutigen wir mit unserem Leben andere, dass ihre Freude an Jesus zunimmt, sie im Glauben erstarken? Die Gemeinde in Rom lässt Paulus wissen: "Jeder von uns soll sich so verhalten, dass sein persönliches Vorbild den Nächsten zum Guten ermutigt und ihn im Glauben stärkt" (Röm.15,1; lies 1.Kor.10,24.33; 1.Kor.9,19). Auch wenn wir vielleicht nur wenige Gaben haben, durch Krankheit und Alter weitere Begrenzungen erfahren, sollen wir dennoch festhalten: "Christus ist mein Leben." Dann werden andere trotzdem durch uns auf ihrem Weg der Nachfolge ermutigt werden. Es gibt kaum einen größeren Segen, als in der Gegenwart eines Menschen zu sein, der bewusst in der Gemeinschaft mit Jesus lebt. Solch ein Vorbild wollte Paulus für die Christen in Philippi bleiben, "damit euer Rühmen in Christus größer werde durch mich".






 

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