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Nächste Andacht: In Konflikten leben Vorige Andacht: Nicht von den Gegnern des Evangeliums einschüchtern lassen Andachtarchiv Aidlinger Bibellese Datum: Sonntag, 06.05.2001 Bibelstelle: 1.Könige 18,1-16; Sprüche 29,25 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Einer, der nicht davon lief 1.Könige 18,1 Nach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf die Erde. 18,2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine große Hungersnot in Samaria. 18,3 Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister - Obadja aber fürchtete den HERRN sehr; 18,4 denn als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie in Höhlen, hier fünfzig und da fünfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser -; 18,5 und Ahab sprach zu Obadja: Wohlan, wir wollen durchs Land ziehen zu allen Wasserquellen und Bächen, ob wir Gras finden und die Rosse und Maultiere erhalten könnten, damit nicht alles Vieh umkommt. 18,6 Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog allein auf dem einen Weg und Obadja auch allein auf dem andern Weg. 18,7 Als nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du es nicht, Elia, mein Herr? 18,8 Er sprach: Ja! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! 18,9 Obadja aber sprach: Was hab ich gesündigt, daß du deinen Knecht in die Hände Ahabs geben willst, daß er mich tötet? 18,10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt: es gibt kein Volk noch Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem Königreich und Volk, daß man dich nicht gefunden hätte. 18,11 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! 18,12 Wenn ich nun hinginge von dir, so könnte dich der Geist des HERRN entführen, und ich wüßte nicht wohin; und wenn ich dann käme und sagte es Ahab an und er fände dich nicht, so tötete er mich. Und doch fürchtet dein Knecht den HERRN von seiner Jugend auf. 18,13 Ist's meinem Herrn Elia nicht angesagt, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN tötete? Daß ich von den Propheten des HERRN hundert versteckte, hier fünfzig und da fünfzig, in Höhlen und versorgte sie mit Brot und Wasser? 18,14 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Elia ist da! Dann wird er mich töten. 18,15 Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: ich will mich ihm heute zeigen. 18,16 Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging hin Elia entgegen. Sprüche 29,25 Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den HERRN verläßt, wird beschützt. In wenigen Versen erfahren wir von Obadja, der in einer sehr schwierigen Zeit am Hof des Königs Ahab und der heidnischen Königin Isebel lebte. Von Ahab wird gesagt, dass "er tat, was dem Herrn missfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren... Er nahm sogar Isebel, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier, zur Frau und ging hin und diente Baal und betete ihn an" (1.Kön.16,29-33). In dieser dunklen Zeit beauftragte Gott Elia, eine Botschaft an Ahab auszurichten: "So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn" (1.Kön.17,1). Kein Tau und kein Regen - das bedeutete Dürre und Hungersnot und zugleich Verfolgung der Propheten durch Isebel. Wie war es möglich, dass Obadja unter solchen Umständen seinen Dienst am Hof tun konnte? Das wird uns nicht berichtet, aber er blieb selbst in dieser für ihn gefährlichen Situation, was sein Name bedeutete: "Ein Knecht des Herrn"! (Lies Hiob 23,11.12; vgl.Jer.38,4-13.) Obadjas Glaubensmut beeindruckt zutiefst. Er ging ein großes Risiko ein, als er sich entschloss, hundert Propheten zu verbergen und zu versorgen. Hätte Isebel etwas davon erfahren, sie hätte gewiss schnell einen Weg gefunden, ihn zu beseitigen. Obadja wusste: Ich bin an diesem Platz, um Gottes Auftrag zu erfüllen. Obwohl er den lebendigen Gott nicht mit Worten bezeugen konnte, diente er ihm doch, indem er in aller Stille für die Propheten handelte, die wie er Gott fürchteten. Ob das Gebet des Psalmisten auch sein Gebet war: "Lass meinen Gang in deinem Wort fest bleiben"? Gottes Kraft war es, die Obadja durchbrachte, nicht sein Verdienst. "Ich will sie stärken in dem Herrn, dass sie wandeln in seinem Namen, spricht der Herr" (Sach.10,12; lies Ps.25,20; 108,13.14; 119,10.30.63.133).
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