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Aidlinger Bibellese

Datum: Freitag, 18.05.2001
Bibelstelle: Johannes 5,8.9; Lukas 5,4-6
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Jesus und die Überforderten



Johannes-Evangelium


5,8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!


5,9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es war aber an dem Tag Sabbat.




Lukas-Evangelium


5,4 Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus!


5,5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.


5,6 Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische, und ihre Netze begannen zu reißen.




Jesus wandte sich ganz dem Kranken zu, der keinen Menschen hatte. Aber er kam nicht zu ihm, um ihn in das Wasser zu führen, sondern um ihm aus Krankheit, Einsamkeit und Sünde herauszuhelfen. Vor uns steht Jesus nicht als sichtbarer Mensch wie vor dem Kranken, aber wir haben es besser als er. Der Kranke konnte nur mit Jesus reden, weil er zu ihm kam; wir können in jedem Augenblick zu Jesus gehen und mit reden, denn er ist uns allezeit nahe. "Der Herr ist nahe denen, die zu ihm beten... Er hört ihren Hilfeschrei." Was erwarten wir, wenn wir mit Jesus über das geredet haben, was uns zu schwer erscheint? Was erwartete jener kranke Mann am Teich Bethesda? Wenn er Mitleid erwartet hatte, wurde er enttäuscht. Jesus bemitleidet die Überforderten nicht, vielmehr fordert er sie heraus. Was ist unter einer Herausforderung zu verstehen? Herausforderungen sind immer Aufforderungen, denen zu folgen uns nicht leicht fällt. Eine Herausforderung kann man annehmen oder ablehnen. Herausforderungen stellen unweigerlich in die Entscheidung. ?Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!? Nun galt es, der Aufforderung zu folgen, dem Herausforderer zu trauen und zu vertrauen. Der Kranke tat es und wurde geheilt. (Lies 1.Mose 12,1.4; Jos.1,1.2.9; 1.Kön.17,3.4.9.)






 

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