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Aidlinger Bibellese

Datum: Montag, 21.05.2001
Bibelstelle: Johannes 8,1-11; Römer 6,11-14
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wer mit Jesu Hilfe rechnet, kann Nein zur Sünde sagen



Johannes-Evangelium


8,1 Jesus aber ging zum Ölberg.


8,2 Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.


8,3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu ihm, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte


8,4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.


8,5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?


8,6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.


8,7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.


8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.


8,9 Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand.


8,10 Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?


8,11 Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.




Römerbrief


6,11 So auch ihr, haltet dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christus Jesus.


6,12 So laßt nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.


6,13 Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.


6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.




?Mir ist Erbarmung widerfahren?, so hätte auch die Frau, die vor Jesus stand, nach ihrem Freispruch singen können. Von diesem wunderbaren Freispruch sprach Gott schon durch seinen Propheten Jesaja: ?Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden? (Jes.1,18b). Vielleicht war das Herz der Frau auch von der Frage bewegt: Wie geht es nun weiter? Jesu Aufforderung ?Sündige hinfort nicht mehr!" gab ihr eine klare Wegweisung. Hätte sie nicht denken können, wie jeder von uns: Das schaffe ich nicht, das ist eine Überforderung. Aber die Frau hatte Jesus kennen gelernt, Vergebung erfahren. Mit der Aufforderung war wohl das Angebot da: Bleibe in Verbindung mit mir. Ich vergebe nicht nur deine Sünden, die geschehen sind, ich helfe dir auch, dass du nicht mehr sündigen musst. Die Befreiung von der Knechtschaft der Sünde gibt es nur in Verbindung mit mir. Erlöste sind von der Sünde losgekauft, sie dürfen wissen, dass sie "nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst sind vom eitlen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes" (1.Petr.1,18.19). Jesu unschuldiges Sterben am Kreuz und seine Auferstehung versetzt die an IHN Glaubenden in ein ganz neues, in ein ewiges Leben. Die Sünde ist vergeben, aber sündlos werden die Nachfolger Christi erst im Himmel leben. Jetzt können sie wohl noch sündigen, müssen es aber nicht. Wer mit Jesu Hilfe rechnet, kann ein Nein zur Sünde sagen. Paulus schreibt den Christen in Rom die frohe Botschaft: "Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt worden ist, damit wir ... nicht länger der Sünde als Sklaven dienen." Nehmen wir dieses Angebot an, das uns zum kindlichen Vertrauen herausfordert? (Lies Luk.10,19; Röm.6,6.7.14.17; Gal.5,1.13.)






 

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