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nächsten Text: Der beste Weg zum Glaubenswachstum vorherigen Text: Wer mit Jesu Hilfe rechnet, kann Nein zur Sünde sagen Archiv Datum: Dienstag, 22.05.2001 Bibelstelle: Psalm 73,1-28; 94,18.19 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Gott geht Zweiflern nach Psalter 73,1 EIN PSALM ASAFS. Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reines Herzens sind. 73,2 Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; mein Tritt wäre beinahe geglitten. 73,3 Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen,als ich sah, daß es den Gottlosen so gut ging. 73,4 Denn für sie gibt es keine Qualen, gesund und feist ist ihr Leib. 73,5 Sie sind nicht in Mühsal wie sonst die Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt. 73,6 Darum prangen sie in Hoffart und hüllen sich in Frevel. 73,7 Sie brüsten sich wie ein fetter Wanst, sie tun, was ihnen einfällt. 73,8 Sie achten alles für nichts und reden böse, sie reden und lästern hoch her. 73,9 Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das soll gelten auf Erden. 73,10 Darum fällt ihnen der Pöbel zu und läuft ihnen zu in Haufen wie Wasser. 73,11 Sie sprechen: Wie sollte Gott es wissen? Wie sollte der Höchste etwas merken? 73,12 Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glücklich in der Welt und werden reich. 73,13 a Soll es denn umsonst sein, daß ich mein Herz rein hielt und meine Hände in Unschuld wasche? 73,14 Ich bin doch täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da. 73,15 Hätte ich gedacht: Ich will reden wie sie, siehe, dann hätte ich das Geschlecht deiner Kinder verleugnet. 73,16 So sann ich nach, ob ich's begreifen könnte,aber es war mir zu schwer, 73,17 bis ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. 73,18 Ja, du stellst sie auf schlüpfrigen Grund und stürzest sie zu Boden. 73,19 Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken. 73,20 Wie ein Traum verschmäht wird, wenn man erwacht, so verschmähst du, Herr, ihr Bild, wenn du dich erhebst. 73,21 Als es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren, 73,22 da war ich ein Narr und wußte nichts, ich war wie ein Tier vor dir. 73,23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, 73,24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. 73,25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. 73,26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. 73,27 Denn siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringst um alle, die dir die Treue brechen. 73,28 Aber das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, daß ich verkündige all dein Tun. 94,18 Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, HERR, deine Gnade. 94,19 Ich hatte viel Kummer in meinem Herzen, aber deine Tröstungen erquickten meine Seele. Wie geht Gott mit Menschen um, die ihn nicht verstehen und darum zu zweifeln beginnen? Er nimmt sie ernst, geht auf sie ein, weil er sie liebt. Asaf war ein Mann des Alten Bundes, doch auch zur Zeit Jesu gab es Zweifler, selbst im engsten Jüngerkreis. Thomas konnte es nicht fassen, noch weniger sich mit der Tatsache abfinden, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Und mit der Nachricht von der Auferstehung kam er auch nicht zurecht: ?Das glaube ich erst, wenn ich seine durchbohrten Hände sehe.? (Lies Joh.20,24-29.) Hat Jesus ihn deshalb aus dem Jüngerkreis weggeschickt oder als unbrauchbar entlassen? Nein! Geduldig und liebevoll ging er auf die Bedingung ein, die Thomas gestellt hatte. Mit angefochtenen Leuten geht der Herr behutsam um, denn er ist der Erbarmer, der den glimmenden Docht nicht auslöscht. Aber er fordert auch von Zweiflern, dass sie glauben: ?Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.? Nicht sehen, nicht verstehen und doch glauben? Diese Herausforderung können wir annehmen oder ablehnen. (Lies Joh.11,40; vgl.Röm.4,20.21.) Asaf ist mit dem verlöschenden Funken seines Glaubens den richtigen Weg gegangen. ?Ich ging in das Heiligtum Gottes.? Im Heiligtum sah er die Dinge im göttlichen Licht und bekam eine andere Perspektive. Worte, die er dort aussprach, haben vielen Angefochtenen nach ihm geholfen: ?Dennoch bleibe ich stets bei dir! Wenn ich nur dich habe! Herr, du genügst!? (Lies Ps.16,1-10; 18,36; Jes.41,10.) Haben wir Fragen und Zweifel an Gottes Güte und Gerechtigkeit, dann ist auch für uns der Weg ins Heiligtum frei. Dort können wir unser Herz ausschütten. Jesus lädt uns dazu ein: ?Kommt her zu mir, wenn ihr mühselig und beladen seid.? David schreibt von seiner Erfahrung: "Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich... Wenn ich mitten in der Angst wandle... hilfst du mir mit deiner Rechten." (Lies Ps.138,3-8; Hebr.4,16.)
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