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Aidlinger Bibellese

Datum: Sonntag, 27.05.2001
Bibelstelle: Apostelgeschichte 7,55-60; Psalm 12,6
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott ist immer on-line



Apostelgeschichte


7,55 Er aber, voll heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes


7,56 und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.


7,57 Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein,


7,58 stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines jungen Mannes, der hieß Saulus,


7,59 und sie steinigten Stephanus; der rief den Herrn an und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!


7,60 Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.




Psalter


12,6 «Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen», spricht der HERR, «ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt. »




Stephanus durfte während seines mutigen Zeugnisses vor dem Hohen Rat einen direkten Blick in den Himmel tun. "Er sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zu Rechten Gottes stehen." Menschlich gesprochen, ist Jesu Platz am Schaltpult der Weltgeschichte! Als sie Stephanus steinigten, sprach er: "Herr Jesus, nimm meinen Geist auf." Sein Platz in der Herrlichkeit beim Vater war nicht zu fern, um den Ruf des sterbenden Nachfolgers zu hören. Im Gegenteil, Jesus stand bereit, um Stephanus zu empfangen. Er ist auch "nicht fern von einem jeden von uns". "Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen." Der Himmel ist ein Ort in Reichweite und in Hörweite, ein Ort, zu dem wir beständig Verbindung haben können. Dieses Vorrecht haben die Glaubenden, denn der Ort, an dem Jesus lebt und wirkt, ist auch mit den modernsten menschlichen Mitteln nicht zu erreichen. Freuen wir uns und nutzen wir die beständige Verbindung zum Thron Gottes? (Lies Ps.57,3.4; Hebr.10,19-22.) Der Epheserbrief eröffnet uns eine Dimension, die wir uns niemals hätten denken können: "Gott hat uns mit ihm auferweckt, uns im Geist in die himmlischen Welten versetzt und lässt uns dort schon jetzt mit unserem Herrn und Erlöser thronen" (Eph.2,6). Dieses Wort zeigt, dass das Mit-ihm-Sein an dem himmlischen Ort nicht nur bedeutet: bei ihm geborgen sein, Verbindung mit ihm und dem Vater haben, vielmehr auch mit ihm thronen, mit ihm herrschen. Das muss Folgen für unseren praktischen Alltag haben. Vielleicht fühlen wir uns gerade am Ende unserer Kraft, trotzdem werden neue Forderungen an uns gestellt. In Konfliktsituationen stehen wir in Gefahr auszurasten, den Herrn zu verunehren. In solchen Lagen zu "herrschen", das überfordert unsere menschliche Kraft, nur das Leben Jesu in uns ist dem gewachsen. (Lies 2.Kor.12,9.10; 13,4; 1.Joh.4,4; vgl.Sach.10,12; 2.Sam.22,40.)




 

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