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nächsten Text: Geistlich arm und doch im Besitz des Himmelreiches vorherigen Text: Bewohnt sein oder erfüllt sein vom Heiligen Geist Archiv Datum: Dienstag, 05.06.2001 Bibelstelle: Psalm 86,1-17; Römer 15,4 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Ermutigungen zum Beten Psalter 86,1 EIN GEBET DAVIDS. HERR, neige deine Ohren und erhöre mich; denn ich bin elend und arm. 86,2 Bewahre meine Seele, denn ich bin dein. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verläßt auf dich. 86,3 Herr, sei mir gnädig; denn ich rufe täglich zu dir. 86,4 Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, Herr, verlangt mich. 86,5 Denn du, Herr, bist gut und gnädig, von großer Güte allen, die dich anrufen. 86,6 Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens! 86,7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhören! 86,8 Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern, und niemand kann tun, was du tust. 86,9 Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren, 86,10 daß du so groß bist und Wunder tust und du allein Gott bist. 86,11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte. 86,12 Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. 86,13 Denn deine Güte ist groß gegen mich, du hast mich errettet aus der Tiefe des Todes. 86,14 Gott, es erheben sich die Stolzen gegen mich, und eine Rotte von Gewalttätern trachtet mir nach dem Leben und haben dich nicht vor Augen. 86,15 Du aber, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue. 86,16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft und hilf dem Sohn deiner Magd! 86,17 Tu ein Zeichen an mir, daß du's gut mit mir meinst, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen, weil du mir beistehst, HERR, und mich tröstest. Römerbrief 15,4 Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. In unserem Psalm finden wir Ermutigungen für das Beten. David ist in Not und weiß nur einen Ausweg: Er schüttet sein Herz vor Gott aus und wir erfahren dabei, was Gott ihm alles bedeutet. Er beschreibt, wer Gott ist und wie er ist, was er tut und was er verspricht. Für unser Beten kann es hilfreich sein, wenn wir uns an Gottes Wesen und seine Eigenschaften erinnern, und auch bedenken, was er schon in unserem persönlichen Leben getan hat. Wenn wir Gott in seiner Größe, seiner Liebe und Güte kennen gelernt haben, fällt es uns umso leichter, ihn zu suchen, zu ihm zu rufen. Dann nehmen wir im Glauben seine Verheißungen in Anspruch. "Ein Gebet Davids", so wird der Psalm überschrieben. Beten lernt man von Betern. Manchmal fühlen wir uns nicht in der rechten Verfassung zu beten, manchmal sind wir in der Schusslinie des Feindes, manchmal meinen wir, keine Zeit zum Beten zu haben. Manchmal sind wir niedergeschlagen, weil wir vergessen haben, wie einzigartig Gott ist, dass er Wunder zu tun vermag und seine Liebe zu uns unerschütterlich ist. Es können auch Zweifel im Herzen sein: Darf ich denn überhaupt mit allem zu Gott kommen, darf ich ihn bitten: Tu dies, tu jenes, bewahre mich, rette mich, erfreue mich, lehre mich... Genau das tat David (V.1-11). (Lies Jer.33,3; Matth.7,7-11; Phil.4,6.7.) In unserem Psalm sehen wir, dass David ein Mensch war wie wir, der einen Alltag mit vielen Problemen und Schwierigkeiten hatte wie wir. Das Besondere dieses Gebets sind die Begründungen, die zeigen, dass David ein Recht hat, solche Bitten auszusprechen. Achtmal - je nach Übersetzung - finden wir das kleine Wort "denn", das die Begründung seiner Bitte unterstreicht. Genau in der Mitte des Psalms schaut David auf zu dem unvergleichlichen, einzigartigen Gott, der allein Wunder tut. Dann fährt er fort, glaubensvoll zu beten. (Lies Hiob 5,8.9.)
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