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nächsten Text: Das Lesen der Bibel ist wie ein Eintreten in das Allerheiligste vorherigen Text: Reich in Gott Archiv Datum: Dienstag, 03.07.2001 Bibelstelle: Psalm 63,2; Markus 1,35 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der ganze Mensch verlangt nach Gott Psalter 63,2 Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. Markus-Evangelium 1,35 Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. So wie in Psalm 63,2 wird vor allem Jesus gebetet haben. Für ihn war diese Erde mehr als für uns dürres Land ohne Wasser. Er kam ja aus der Herrlichkeit des Vaters; sicher kannte er dadurch noch mehr den Durst nach Gott. Deshalb suchte er den Vater immer wieder, etwa am Morgen oder am Ende eines Tages. Er fragte nach dem Willen seines himmlischen Vaters vor der Wahl seiner zwölf Jünger. Wenn Jesus immer wieder vor das Angesicht des Vaters kam, wie viel mehr haben wir es nötig! (Lies Mark.6,46; Luk.6,12.13; Matth.21,22; Joh.14,13.14; 1.Joh.5,14.15.) Auch David dürstete nach Gemeinschaft mit Gott. Das hebräische Wort für Seele heißt in seiner Ausgangs- und Grundbedeutung Kehle, es bezeichnet also das Organ unseres Hungers und Durstes. Wir sind von unserem Wesen her zutiefst Hunger- und Durstmenschen. Erinnert uns das nicht an kleine Vögel, die fast nur aus einem riesigen Schnabel bestehen, den sie weit aufreißen, damit die Vogeleltern ihn füllen? Seit der Urtrennung von Gott hungert unsere Seele vor allem nach ihm, auch wenn sich das unter Umständen nur in einem unbestimmten Gefühl der Sehnsucht bemerkbar macht, das wir nicht richtig einordnen können. Wir hungern ganzheitlich nach Gott. Meine Seele, mein Fleisch dürstet und schmachtet nach Gott. Haben wir es schon erlebt: Wenn unser Verhältnis zu Gott gestört ist, wirkt sich das auch auf unser körperliches Befinden aus. Unsere Nerven sind dann nicht eingebettet in seinen Frieden. "Hören will ich, was Gott der Herr reden wird; denn Frieden wird er reden zu seinem Volk." Das habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt (Ps.85,9; Joh.16,33; lies Phil.4,7; Kol.3,15.16).
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