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nächsten Text: Das brennende Herz vorherigen Text: Das gehorsame Herz Archiv Datum: Mittwoch, 18.07.2001 Bibelstelle: Apostelgeschichte 5,27-33; 5.Mose 5,29 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Das gottesfürchtige Herz Apostelgeschichte 5,27 Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie 5,28 und sprach: Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen. 5,29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen. 5,30 Der Gott unsrer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. 5,31 Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. 5,32 Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. 5,33 Als sie das hörten, ging's ihnen durchs Herz, und sie wollten sie töten. 5.Mose 5,29 Ach daß sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf daß es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich! Es war nicht das erste Mal, dass den Aposteln verboten wurde, von Jesus zu reden. Dem ersten Verbot hatten sie mit der Begründung widerstanden: "Wir können es nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben" (Apg.4,15-21). Wiederum standen sie vor dem Hohen Rat als Angeklagte. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, war dieses Mal ihre Antwort. Als Men-schengebot gegen Gottes Gebot stand, entschieden sich Petrus und die Apostel eindeutig für das Halten des göttlichen Gebotes. Das Ernstnehmen der Gebote Gottes ist das kennzeichnende Merkmal echter Gottesfurcht. Was meint aber Johannes, wenn er schreibt: Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus? (1.Joh.4,17). "Wir sollen Gott fürchten und lieben", so haben viele von uns in der Erklärung der Zehn Gebote gelernt. Müsste es nicht heißen: Gott fürchten oder lieben? Was gilt nun für unsere Beziehung zum Herrn? Die Bibel meint nicht die sklavische Furcht unter einem Tyrannen, vielmehr die Ehrfurcht, die wir auch mit Achtung und Wertschätzung übersetzen können. Wenn Gott für uns nicht nur ein theologischer Gedanke ist, sondern wir in dem Bewusstsein leben, dass er gegenwärtig ist, dann wird in dieser heiligen und lichten Gegenwart Gottes das Leben bei aller Freude tiefernst. Die Gottesfurcht ist dann nicht Angst vor Strafe, es ist vielmehr die Scheu vor jeder Befleckung durch Sünde, durch die wir Gott betrüben (W. de Boor). Der Schreiber des Hebräerbriefes zieht aus der Zukunftsschau, die das Evangelium eröffnet, die Konsequenzen für die Gegenwart: "Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt" (Hebr.12,26-29; lies Röm.6,1.2.12-14; Gal.5,24; 1.Petr.2,24).
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