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nächsten Text: Zehn Charaktereigenschaften des Herzens vorherigen Text: Das brennende Herz Archiv Datum: Freitag, 20.07.2001 Bibelstelle: Lukas 8,5-15; Johannes 15,1-5 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Das feine, gute Herz Lukas-Evangelium 8,5 Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. 8,6 Und einiges fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 8,7 Und einiges fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. 8,8 Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! 8,9 Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute. 8,10 Er aber sprach: Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen, den an-dern aber in Gleichnissen, damit sie es nicht sehen, auch wenn sie es sehen, und nicht verstehen, auch wenn sie es hören. 8,11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. 8,12 Die aber auf dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. 8,13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. 8,14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht. 8,15 Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Johannes-Evangelium 15,1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater der Weingärtner. 15,2 Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, daß sie mehr Frucht bringe. 15,3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 15,4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 15,5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wir staunen, dass Jesus von Menschen mit einem solchen Herzen spricht. Mehrmals finden wir in der Bibel, dass "das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse ist von Jugend auf" (1.Mose 6,5; 8,21). Und wenn wir das Geschehen in unserer Welt einbeziehen, finden wir das Negative bestätigt. Um dieses Widerspruchs willen wurde Jesus Mensch. Im Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld spricht er von Menschen, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen. Gottes Wort hat verändernde Kraft, dass aus dem bösen Herzen ein feines, gutes Herz werden kann. Wenn wir Jesu Wort hören und auf unser Leben einwirken lassen, dann wird unser Herz nicht bleiben, wie es ist. (Lies Hes.36,26.27; 2.Kor.5,17.) Das neue Herz, das Jesus schenkt, ist nicht automatisch das feine, gute Herz, es bedarf der sorgsamen Pflege. Fritz Rienecker beschreibt die Herzensmöglichkeiten, von denen Jesus im Gleichnis spricht. Bei den einen ist es so: Solange die guten Tage sind, glauben sie, aber wenn es gilt, das alte Temperament völliger in den Tod zu geben, das Ich gefangen zu nehmen unter den Gehorsam Christi, dann weichen sie zurück (V.13). Andere haben solch ein Herz, dass sie ihr bequemes Leben behalten wollen, sie sind nicht entschlossen, dem Herrn alles zum Opfer zu geben, sie haben zwar das Heil angenommen, aber ihr Herz ist geteilt (V.14). Und dann gibt es die feinen, guten Herzen. Sie sind wie lockeres, tiefes und reines Ackerland. Ein feines, gutes Herz ist durch die Buße locker und rein gemacht. Es verlangt nach dem Trost des Gotteswortes und nimmt es wirklich auf. Ein feines Herz hat sich alle Herzenshärtigkeit nehmen lassen. Ein feines, gutes Herz kämpft alle Tage in Jesu Kraft gegen alles, was ihm schaden könnte. (Lies 1.Mose 39,7-10; Ps.119,2.34-36.115.116.)
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