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Datum: Freitag, 27.07.2001
Bibelstelle: Habakuk 2,20; Psalm 62,2.6
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Unsere Kraft wächst aus der Stille



Habakuk


2,20 Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt!




Psalter


62,2 Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.


62,6 Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.




Ein kleines Buch des norwegischen Professors O.Hallesby trägt den Titel: "Unsere Kraft wächst aus der Stille." Es ist aus der Erfahrung eines Lebens mit Gott geschrieben. "Vor dem Herrn still zu sein, ist die größte und schwierigste Glaubenstat, denn es gibt vieles, was diese heilige Stille stören will. Auch wir Christen sind tief betroffen von dem Lärm unserer Zeit. Man ist versucht, zu fragen, ob es in den vergangenen Jahrhunderten je eine so lärmende und turbulente Generation gegeben hat wie die unsrige. Es gab eine Zeit, da nannte man die Christen 'die Stillen im Lande' - aber das ist lange her. In den skandinavischen Ländern wurden die Gotteskinder einst 'die Leser' genannt, aber ich bin nicht sicher, ob sie diesen Namen noch mit Recht tragen. 'Sei stille dem Herrn' - gibt es eine Botschaft, die wir nötiger brauchen? Er, der in ewiger Ruhe thront, beobachtet unsere Hektik, und er möchte uns - jetzt - etwas von der ewigen Freude und Kraft mitteilen, die durch Stillesein kommt. Darum flüstert er freundlich jedem rastlosen, erschöpften, oberflächlichen und geistlich ausgelaugten Christen zu: Halt ein! Werde doch endlich einmal still! Der Prophet Elia erfuhr: Der Herr war nicht im Wind und nicht im Erdbeben und auch nicht im Feuer, sondern er war im stillen, sanften Säuseln (1.Kön.19,11.12). Gottes Stille wird vernommen, wenn wir uns von ihm in die Stille führen lassen." - Dann folgt der nüchterne, konkrete Rat: "Es ist weit, weit besser, sich tatsächlich je und dann in einsame Stille zurückzuziehen und so neue Kraft für den Kampf zu suchen, als sich sentimental nach einem vom Getöse der Welt abgeschiedenen Leben zu sehnen." "Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend" (Ps.84,11; lies Ps.27,4; Hab.2,1).






 

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