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Datum: Dienstag, 31.07.2001
Bibelstelle: Josua 5,15; 2.Mose 3,1-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was müssen wir ausziehen, wenn wir Gemeinschaft mit Gott haben wollen?



Josua


5,15 Und der Fürst über das Heer des HERRN sprach zu Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst, ist heilig. Und so tat Josua.




2.Mose


3,1 Mose aber hütete die Schafe Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb.


3,2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, daß der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.


3,3 Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.


3,4 Als aber der HERR sah, daß er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.


3,5 Gott sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!


3,6 Und er sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.


3,7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.


3,8 Und ich bin herniedergefahren, daß ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.


3,9 Weil denn nun das Geschrei der Israeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Ägypter sie bedrängen,


3,10 so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.


3,11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?


3,12 Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.




In dem Augenblick der Begegnung mit dem Fürsten über das Heer des Herrn empfing Josua noch keine Kampfanweisungen, das geschah erst später. Jetzt aber war er als der Verantwortliche persönlich angesprochen. "Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen; denn der Ort, auf dem du steht, ist heilig. Und Josua tat so." Hat diese Aussage für uns Bedeutung: "Ziehe ... aus..."? Was müssen wir ausziehen, wenn wir in die heilige Gegenwart unseres Herrn Jesus treten? Paulus schreibt vom Ausziehen und Ablegen des alten Menschen (Kol.3,8.10; Eph.4,22). Ist der Ort heilig, an dem wir gegen verschlossene Festungen kämpfen? Kann der Herr selbst gegenwärtig sein, um Tore zu öffnen? Wenn Jesus neben uns steht, ist der Ort heilig. Seine Gegenwart heiligt unseren Platz. Dann ist er bei unserem Planen, beim Reden miteinander, beim Beten, beim Ringen mit Unmöglichkeiten aller Art neben uns, und wir sind nicht allein, weil er mit seiner Macht eingreift. (Lies Matth.28,18.20b; 18,19.20.) Josua warf sich nieder vor dem Fürsten des Heeres des Herrn und unterstellte sich ihm. Unter dieser Führung fielen die Mauern Jerichos. Gott gab ihnen die Stadt (Jos.6,20). - Von "Festungen" schreibt auch Paulus. Ob er an Jericho dachte? "Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus" (2.Kor.10,4.5). Wenn wir vor verschlossenen Festungen in Menschenherzen stehen, dann wollen wir uns an die Macht Jesu erinnern, vor der alle feindlichen Widerstände fallen müssen, auch verschlossene Menschenherzen. "Bei Menschen ist es unmöglich, sie zu öffnen, aber bei Gott sind alle Dinge möglich!" (Lies Hebr.11,1.2.6; 1.Joh.5,4.)


Jesus ist kommen, der starke Erlöser,


bricht dem gewappneten Starken ins Haus,


sprenget des Feindes befestigte Schlösser,


führt die Gefangenen siegend heraus.




 

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