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Datum: Freitag, 24.08.2001
Bibelstelle: Epheser 1,15-19
Autor: Sergej Podbolotow (Praktikanten.Neuenhagen@msoe.org)
Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org)
Thema: Perspektiven des Gebets



Epheserbrief


1,15 Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen,


1,16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet,


1,17 daß der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen.


1,18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist


1,19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde,




In den biblischen Briefen begegnen uns immer wieder Gebete von Aposteln, die ganz verschiedene Dinge behandeln. Daniel hatte die Sünde von ganz Israel vor Augen; Paulus schlägt dem Timotheus vor, für alle Obrigkeit zu beten. Jesus Christus hat sehr häufig gebetet. In Johannes 17 betet er für Seine Jünger. In allen Gebeten kommen persönliche Erfahrungen und Erlebnisse zum Ausdruck. Wenn


Jesus in Johannes 17 betet erzählt er zunächst von sich selbst. Im Epheserbrief wird deutlich dieser Gedanke aufgezeigt: Paulus sagt, dass er niemals mit der Fürbitte für die Epheser aufhören wird. Paulus war ein sehr guter Evangelist. Alle seine Gebete hatten auch Einfluss auf seine Evangelisationen. Paulus beschreibt die geistliche Welt der Gläubigen. Auch bei später gefundenen Gebeten der ersten Christen fangen diese mit persönlichen Ereignissen der Beter an. Paulus bittet Gott um Weisheit und darum, Seinen Willen zu verstehen. Er bittet darum, dass die Epheser Freude in ihren Herzen haben. Doch auch solch ein gutes Gebet wird nicht effektiv sein, wenn wir uns selbst nicht ändern wollen. Wir können viel beten, für uns und für andere Menschen, aber wenn wir keine Änderung wollen, bleibt alles, wie es ist.




1) In unserem täglichen Gebet sollten wir eine Zeit reservieren, in der wir für uns selbst beten. So empfiehlt es uns der Apostel Paulus.


2) Wir müssen für unsere Seele bitten, speziell auch für Weisheit.


3) Wir sollten das bei jedem Gebet so tun.


4) Wir müssen den Willen haben, uns selbst zu ändern.




Als Daniel betete, hatte das israelitische Volk wohl weiter gesündigt. Aber bei Daniel selbst veränderte sich viel. Oft, wenn wir für unsere Behörden, Regierungen oder auch für unsere Familien beten, hat es manchmal zunächst den Anschein, dass alles so bleibt, wie es vor dem Gebet gewesen ist. Doch oft ändern sich die Beter, bevor die Menschen sich ändern, für die sie gebetet haben.




Sergej Podbolotow war früher Missionspraktikant der Mission für Süd-Ost-Europa.


Er ist Pastor in Wladimir, Russland.




 

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